Wer Cannabis in den eigenen vier Wänden anbaut, kann seinen Konsum selbstständig decken, ohne auf externe Quellen angewiesen zu sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man nicht gerade in einer großen Stadt wohnt und es keine Cannabis Social Clubs in der Umgebung gibt. Der einzige Haken: Der Anbau von Marihuana ist gar nicht mal so einfach. Grower müssen sich einigen Herausforderungen stellen.
Befall mit Schimmelpilzen
Das größte Problem an Schimmelpilzen ist, dass sie jederzeit auftreten können. Schimmelbefall ist im vegetativen Stadium, beim Trocknen der Blüten und auch dazwischen möglich. Sollte er vorkommen, ist das Cannabis nicht mehr zum Rauchen geeignet. Daher sollten Grower wissen, wie sie Cannabis Schimmel erkennen und die betroffenen Pflanzen umgehend beseitigen. Wird das ignoriert, kann sich der Schimmel innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Im schlimmsten Fall geht die komplette Ernte verloren.
Faulende Wurzeln
Kaum ein Problem kann so viele verschiedene Ursachen haben wie Wurzelfäule. Eine häufige Ursache ist übermäßiges Gießen, da es die Sauerstoffzufuhr hemmt. Doch auch andere Ursachen wie eine hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Belüftung oder unangemessene Temperatur kommen als Grund für eine Wurzelfäule infrage. Sobald die Wurzeln beschädigt sind, gibt es meist keine Rettung. Um dem Problem entgegenzuwirken, ist neben einem achtsamen Umgang auch eine optimale Umgebung wichtig. Eine gesunde Umgebung kennzeichnet sich unter anderem durch eine gute Belüftung. Wurzelfäule betrifft sowohl indoor als auch outdoor angebaute Pflanzen, wobei das Risiko aufgrund von unkontrollierbaren Umweltfaktoren bei einem Outdoor-Anbau ein wenig höher ist.
Überdosis an Nährstoffen
Erfahrene Grower wissen nur zu gut, wie problematisch ein Nährstoffmangel ist, weswegen sie penibel auf den richtigen pH-Wert und eine gute Versorgung mit Nährstoffen achten. An sich ist beides korrekt. Vorausgesetzt, dass die Menge an Nährstoffen nicht zu hoch ist. Eine falsche Nährstoffdosierung ist in etwa mit einer ungeeigneten Wassermenge vergleichbar. Sie kann die Pflanzen nachhaltig schädigen. Um dem Risiko einer Überdüngung entgegenzuwirken, sind keine umfassenden Nährstoffanalysen nötig. In Blogs, Foren und ähnlichen Quellen finden sich reichlich Informationen zu den unterschiedlichsten Sorten. Diese bieten Einblicke über den erforderlichen Kalium-, Phosphor- und Stickstoffbedarf, was die Gefahr einer Überdosierung deutlich reduziert.
Unkontrolliertes Wachstum
Nahezu jeder, der in seiner Freizeit Pflanzen anbaut, freut sich über ein reges Wachstum. Das ist verständlich, aber ein solches ist nicht automatisch gut. Es kommt immer noch auf die jeweilige Situation an und Cannabis ist ein anschauliches Beispiel. Sollten Cannabispflanzen unkontrolliert wachsen, kann das die Lichtverteilung beeinträchtigen, was selbst bei Autoflower-Sorten ein Problem darstellt. Es ist daher wichtig, einem unkontrollierten Wachstum entgegenzuwirken. Das geht ganz einfach mit einer regelmäßigen Beschneidung.
Zerstörung durch Schädlinge
Marihuana ist eine Pflanze wie jede andere. Das bedeutet, dass sie ebenfalls anfällig für häufige Pflanzenschädlinge wie Blattläuse, Schnecken und Spinnmilben ist. Das Risiko von Schädlingsbefall ist vor allem bei einem Outdoor-Anbau gegeben. Bei einem Indoor-Anbau sind Vorfälle weit unwahrscheinlicher – wenn auch nicht ausgeschlossen. Sollte das Risiko eines Schädlingsbefalls bestehen, sind Vorbeugungsmaßnahmen unerlässlich. Ist es bereits zu spät, braucht es gezielte Bekämpfungsmaßnahmen.





