Wenn der Kryptomarkt eines ist, dann volatil! Die Volatilität ist eine der größten Herausforderungen für Anleger und Investoren, da sie einerseits zu Totalverlusten führen kann, andererseits aber auch die Aussicht auf hohe Gewinne stellt. Die teils drastischen Kursschwankungen, die mit der Volatilität verbunden sind, sorgen nicht selten für Unsicherheit und übereilten emotionalen Entscheidungen. Doch warum hat gerade die Kryptobranche mit derartigen Schwankungen zu kämpfen?
Angebot und Nachfrage als treibende Kraft der Volatilität
Der vielleicht offensichtlichste Grund für die hohe Volatilität von Kryptowährungen ist das wechselseitige Spiel von Angebot und Nachfrage. Wie auf anderen Märkten auch, steigen die Preise, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt und genauso beginnen sie zu fallen, wenn das Angebot überhandnimmt und die Nachfrage geringer ist.
Im Kryptobereich kommt hinzu, dass viele der digitalen Münzen in ihrer maximal verfügbaren Menge limitiert sind. Prominentestes Beispiel ist Bitcoin. Der Coin ist auf 21 Millionen begrenzt und sobald alle Münzen geschürft sind, werden keine neuen mehr ausgegeben. Aufgrund dieser Verknappung reagieren der Bitcoin-Kurs sowie die Kurse anderer Kryptowährungen mit begrenzter Verfügbarkeit besonders empfindlich auf Veränderungen im Kaufverhalten.
Steigt das Interesse plötzlich an, etwa durch positive Nachrichten oder technologische Entwicklungen, schießen die Kurse schnell in die Höhe. Umgekehrt führen negative Berichterstattung oder regulatorische Maßnahmen oft zu raschen Kurseinbrüchen.
Der Kryptomarkt als Spielwiese für Spekulanten
Neben des revolutionären Charakters der Kryptoszene bietet der Markt reichlich Gelegenheit für Spekulationen. Die starke Volatilität wird häufig durch kurzfristige Marktbewegungen verursacht, die rein spekulativen Ursprungs sind. Hintergrund ist, dass viele Investoren weniger aufgrund von langfristigen Überzeugungen, sondern versuchen, durch kurzfristige Gewinne von ebenjenen Schwankungen zu profitieren. Dieses Verhalten trägt zu den plötzlichen Auf- und Abwärtsbewegungen bei, die den Markt in eine emotionale Achterbahnfahrt verwandeln. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Angst, etwas zu verpassen (FOMO) sowie Panikkäufe, etwa bei stark fallenden Preisen.
Rechtliche Regulierungen als Unsicherheitsfaktor
Politische Entwicklungen und Regulierungen wirken sich ebenfalls auf den Kryptomarkt aus, auch wenn dieser nicht direkt durch politische Ereignisse und Eingriffe kontrolliert wird. Dennoch operieren Kryptowährungen oftmals in rechtlichen Grauzonen und viele Länder haben die Verwendung von digitalen Währungen mit Auflagen versehen oder sogar verboten. Insbesondere Verbote, wie etwa in China, haben teils massive Auswirkungen auf die Krypto-Kurse, aber auch die USA können mit ihren Entscheidungen für mächtig Trubel sorgen.
Technologie als zweischneidiges Schwert
Kryptowährungen sind in erster Linie technologiegetrieben, und deshalb reagieren ihre Kurse besonders empfindlich auf technologische Fortschritte oder Rückschläge. Updates in der Blockchain-Technologie, neue Sicherheitsprotokolle oder die Einführung von Smart Contracts können das Vertrauen in eine Kryptowährung stärken und zu Kursgewinnen führen.
Umgekehrt wirken sich Hacks oder Sicherheitslücken verheerend auf den Kurs aus. Wenn eine große Börse gehackt oder eine Schwachstelle in einer Blockchain entdeckt wird, stürzt der Preis oft innerhalb weniger Stunden ab, da viele Investoren ihr Kapital in Sicherheit bringen wollen. Daher ist es umso wichtiger, ausschließlich über vertrauenswürdige Handelsplattformen, wie Anycoindirect, zu handeln, da diese auf hohe Sicherheitsstandards setzen und dadurch deutlich besser vor Cyberangriffen geschützt sind.
Liquidität als Machtinstrument
Liquidität beschreibt, wie einfach und schnell eine Kryptowährung auf dem Markt gehandelt werden kann, ohne den Preis signifikant zu beeinflussen. Kryptowährungen mit geringer Liquidität sind besonders anfällig für Kursschwankungen, da bereits kleine Kauf- oder Verkaufsaufträge den Markt stark bewegen können. Große Investoren, auch „Wale“ genannt, haben bei illiquiden Märkten die Macht, den Kurs durch einzelne Transaktionen stark zu beeinflussen – zum Leidwesen derer, die auf Stabilität anstelle von Volatilität gehofft haben.
Soziale Medien als externe Mitbestimmer
Die Bedeutung der Medienlandschaft und sozialen Netzwerke kann bei Kryptowährungen kaum überschätzt werden. Ein einzelner Tweet oder eine Nachricht von einem prominenten Investor kann den Kurs einer Kryptowährung in kürzester Zeit in ungeahnte Höhen katapultieren oder ihn zum Absturz bringen. Ein Paradebeispiel hierfür sind die Tweets von Elon Musk, die den Kurs von Bitcoin und Dogecoin innerhalb weniger Minuten massiv beeinflussten. Auch Gerüchte, die sich später als falsch herausstellen, können in sozialen Netzwerken eine Eigendynamik entwickeln und zu überhasteten Käufen oder Verkäufen führen.
Manipulationen als schlummernde Bedrohung
Wo es mitunter um viel Geld geht, sind Kriminelle in der Regel nicht fern – das betrifft besonders auch den Kryptomarkt. Aufgrund der vergleichsweise geringen Regulierung und der noch jungen Infrastruktur nutzen einige große Marktteilnehmer ihre Macht, um die Kurse nach ihrem Belieben zu beeinflussen. Methoden wie „Pump and Dump“-Strategien, bei denen der Kurs künstlich in die Höhe getrieben wird, um dann zu verkaufen, sind nicht unüblich. Diese Manipulationen verstärken die Volatilität und machen es für kleinere Investoren schwierig, den Überblick zu behalten.
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