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Montag, Dezember 15, 2025
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Orange und die Provence: Geschichte für Gourmets

Leben wie Gott in Frankreich

Provence

Die Kolonialisierung der Provence begann schon unter den alten Griechen im 6. Jahrhundert vor Christus. In den Punischen Kriegen ließen sich dann die Römer dort nieder. Daher auch der Name Provence, der vom lateinischen Wort provincia stammt. Aus der Zeit als römische Provinz finden sich auch heute noch zahlreiche römische Monumente dort. Am bekanntesten dürfte hier wohl Orange sein. Der Ort ist etwa 30 km von Avignon entfernt und sieht so aus, wie man sich Frankreich in seiner Fantasie vorstellt

Innenstadt Orange
Innenstadt Orange

Die Altstadt hat viele historische und kulturelle Denkmäler zu bieten. Aber die Atmosphäre allein ist schon überwältigend: alte Häuser, verwinkelte Gassen, urige Cafes, auf deren Terrassen Pastis getrunken wird, traditionelle Läden und einen Markt, auf dem typische Erzeugnisse der Provence angeboten werden, vor allem Lavendel. Jeder Donnerstag ist Markttag in Orange.

Besonders beeindruckend ist der Triumphbogen an der Nordeinfahrt der Stadt. Dieser wurde als Denkmal für die Veteranen der zweiten Legion erbaut, die die Stadt gegründet haben. Mitten in der Innenstadt ist dann das große sehr gut erhaltene römische Theater. Besteigt man den Hügel Saint Europe, hat man von dort aus einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und das Theater. Unbedingt besichtigen sollte man die ehemalige Kathedrale Notre Dame de Nazareth, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die heutige Gestaltung der Innenräume ist aus dem 19. Jahrhundert. Es ist natürlich Geschmackssache, ob man den Kontrast schön findet oder nicht. Im Museum für Kunst und Geschichte finden sich neben Gemälden von Albert Belleroche und Frank Brangwyn zahlreiche Artefakte aus der Römerzeit.

Modernes Theater Orange
Römisches Theater Orange
Triumphbogen Orange

Chateauneuf du Pape ist jedem Weinkenner durch die gleichnamige Appellation bekannt. In guten Jahrgängen gehört diese zu den besten Weinen Frankreichs. Aber wer beim Winzer einkauft sollte wissen, dass der Wein noch mindestens 10 Jahre lagern muss, bevor er trinkreif ist. In meinem fortgeschrittenem Alter habe ich dann davon abgesehen, den aktuellen Jahrgang zu kaufen. Die Appellation ist allerdings nach einem Ort benannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss der Päpste von Avignon. Auch wenn es heute nur noch eine Ruine ist (nicht zuletzt durch Vandalismus der Wehrmacht), ist es sehr beeindruckend. In dem komplett mittelalterlichen Stadtkern findet man zahlreiche historische Gebäude. Vor allem die Kapelle St. Theodoric ist sehenswert.

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Chateauneuf Altstadt
Papst Palast, Chateauneuf
Chateauneuf Altstadt

Vaison-la-Romaine ist ebenfalls einen Abstecher wert. Zu römischen Zeiten war die verträumte Kleinstadt ein wichtiges Zentrum, denn dort kreuzten sich zwei römische Straßen. Die imposante Altstadt mit Burganlage ist auf einem Felsen erbaut. Unterhalb der Oberstadt gibt es dann sehr umfangreiche römische Anlagen, die besichtigt werden können.

Vasoul la Romaine
Ausgrabungen Vasoul la Romaine
Vasoul la Romaine
Burg von Vasoul la Romaine
Vasoul la Romaine

Carpentras ist mit etwa 30.000 Einwohnern fast so groß wie Orange. Auch hier handelt es sich um eine Stadt, die auf römische Siedlungen zurückgeht. Auf der Rückseite des Palais de Justice befindet sich der römische Ehrenbogen. Die Porte d’Orange ist der letzte noch erhaltene Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Der Beffroi ist nicht ganz einfach zu finden, da dieser Turm nach und nach umbaut wurde. Es lohnt sich dennoch, denn er beherbergt heute ein Glockenspiel aus dem 17 Jahrhundert. Die Synagoge ist zwar die älteste in Frankreich, doch ist ihre Fassade eher unscheinbar.

Carpentras
Porte Orange Carpentras

Nyons ist in Frankreich und darüber hinaus allen Feinschmeckern bestens bekannt, denn die dortigen Oliven sind eine Delikatesse und als regionale Spezialität klassifiziert. Da ist der Besuch in der Ölmühle natürlich Pflicht. Aber zum Braten sollte man dieses Öl nicht nehmen, denn der Liter kommt auf etwa 100 Euro. Die Altstadt von Nyons ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch hier gibt enge verwinkelte Gassen mit mittelalterlichen Gebäuden und den Resten einer Burg, die heute als Wohnraum genutzt wird.

Burg Noyons
Altstadt Noyons
Altstadt Noyons

Im nahgelegenen Veviers gibt es einen interessanten Lost Place. Beim Zementwerk von Lafarge / Holcim liegt die 1880 gegründete Cite Blanche, eine Arbeitersiedlung in der zu Blütezeiten bis zu 450 Menschen lebten- mit eigener Kirche, Dorfladen und Bushaltestelle. Heute steht die Siedlung leer.

Künstler nutzen die Cite Blanche
Verlassene Kirche, Cite Blanche
Cite Blanche

Auch kulinarisch ist die Gegend sehr zu empfehlen. Viele Restaurants haben eine Kochmütze im Guide Michelin und bieten hervorragende Küche zu sehr moderaten Preisen an. Ausprobiert wurden Couteaux et Fourchette in Cairanne und das Restaurant Côté Sud in Uchaux. Beide Restaurants waren herausragend.

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