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Montag, Dezember 15, 2025
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Baden-Württemberg wird immer mehr älter!

Zahl der 65-Jährigen und Älteren könnte bis 2040 um etwa 550 000 zunehmen – steigende Herausforderungen für die Rentenversicherung

Zum Ende des Jahres 2023 lebten rund 2,38 Millionen Menschen in Baden-Württemberg, die 65 Jahre oder älter waren. Dies entspricht einem Anstieg von 42 Prozent seit dem Jahr 2000, während die gesamte Bevölkerung des Landes im selben Zeitraum nur um 7 Prozent wuchs. Prognosen des Statistischen Landesamtes zufolge könnte die Zahl der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2030 um rund 340.000 Menschen, also um 14 Prozent, steigen. Bis 2040 wird ein Zuwachs von etwa 550.000 Menschen erwartet, was einen Anstieg von 23 Prozent bedeutet. Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung wird von derzeit 21 Prozent voraussichtlich auf 25 Prozent bis 2040 steigen.

Bevölkerung im Alter von 65 und mehr Jahren in Baden-Württemberg. Grafik: Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg
Bevölkerung im Alter von 65 und mehr Jahren in Baden-Württemberg. Grafik: Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg

Ursachen für den demografischen Wandel

Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die demografische Struktur der Bevölkerung und die steigende Lebenserwartung zurückzuführen. Ein neugeborener Junge kann heute in Baden-Württemberg mit einer Lebenserwartung von knapp 80 Jahren rechnen, ein neugeborenes Mädchen mit rund 84 Jahren. Damit hat sich die Lebenserwartung im Vergleich zu den 1970er-Jahren deutlich erhöht: Frauen können heute mit rund neun Jahren mehr Lebenserwartung rechnen, Männer mit etwa elf Jahren mehr.

Herausforderungen für Rentenversicherungssysteme

Die zunehmende Zahl älterer Menschen stellt jedoch eine Herausforderung für die Rentenversicherungssysteme dar. Denn während die Zahl der Rentenempfänger steigt, verringert sich gleichzeitig die Zahl der Erwerbsfähigen. Aktuell kommen 36 Menschen im Alter von 65 Jahren und älter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis unter 65 Jahre). 1990 lag dieses Verhältnis noch bei 22 Älteren je 100 Erwerbstätigen. Schätzungen zufolge wird der sogenannte Altenquotient bis 2030 auf 42 und bis 2040 auf 45 ansteigen.

Mögliche Auswirkungen auf die Erwerbsbevölkerung

Trotz dieser demografischen Veränderungen ist zu erwarten, dass die ökonomischen Belastungen für die erwerbsfähige Bevölkerung weniger stark steigen werden, als es diese Zahlen vermuten lassen. Dies könnte vor allem auf eine steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und einer höheren Zahl erwerbstätiger älterer Menschen zurückzuführen sein. So könnten diese Entwicklungen den Druck auf das Rentensystem abmildern.

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Entwicklung des Altenquotienten in Baden-Württemberg. Grafik:  Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg
Entwicklung des Altenquotienten in Baden-Württemberg. Grafik: Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg

Text und Grafik: Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg
Beitragsfoto: Pixabay

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