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Montag, Dezember 15, 2025
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Ermittler hoffen auf Antworten nach Todesfahrt in Mannheim

Vernehmung des Tatverdächtigen geplant

Nach der Todesfahrt in Mannheim hoffen die Ermittler, durch die Vernehmung des festgenommenen Tatverdächtigen weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Der 40-jährige Mann aus Ludwigshafen, gegen den wegen zweifachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes ermittelt wird, soll im Laufe des Tages unter anderem zu seinem Motiv und den Hintergründen der Tat befragt werden.

Der Tatverdächtige war am Rosenmontag nach seiner Autoattacke in der Mannheimer Innenstadt verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Er soll sich bei seiner Festnahme mit einer Schreckschusspistole in den Mund geschossen haben. Inzwischen befindet sich der Mann in Polizeigewahrsam und wird voraussichtlich noch heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Das Fahrzeug, mit dem die Tat begangen wurde, ist auf ihn zugelassen – nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist er der Halter des Wagens.

Tathergang und Opfer

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige mit hoher Geschwindigkeit mehrere Hundert Meter durch die Mannheimer Fußgängerzone gerast sein. Dabei wurden eine 83-jährige Frau und ein 54-jähriger Mann tödlich verletzt. Elf weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer.

Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen

Am Montagabend durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Festgenommenen in Ludwigshafen. Dabei wurden mehrere Gegenstände sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Details dazu sind bislang nicht bekannt.

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Auch ein im Auto des Verdächtigen gefundener Zettel spielt bei den Ermittlungen eine Rolle. Auf diesem befinden sich Skizzen, Notizen und mathematische Berechnungen zur Geschwindigkeit und zum Fahrtverlauf. Unter anderem sind die Wörter „Anhalteweg“, „links“ und „rechts“ notiert. Nun muss geprüft werden, inwieweit diese Aufzeichnungen für die Aufklärung der Tat relevant sind.

Notfallseelsorge für Betroffene eingerichtet

Am Tag nach der Tat stehen in der Mannheimer Innenstadt Notfallseelsorger für Gespräche bereit. In der Nähe des Wasserturms wurde eine Anlaufstelle eingerichtet, an der Betroffene Hilfe finden können. Laut Isabel Gürel von der Notfallseelsorge Mannheim wird das Team von Kollegen aus Ludwigshafen und Heilbronn unterstützt.

„Wir gehen davon aus, dass viele kommen werden, weil gestern viele schnell nach Hause gegangen sind“, sagte Gürel. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Mitarbeitenden der Geschäfte entlang der Fußgängerzone gelegt, die das Geschehen miterleben mussten.

In der Innenstadt sind trotz des Vorfalls wieder Menschen unterwegs, einige Geschäfte haben geöffnet. Auf dem Paradeplatz werden Blumen und Kerzen niedergelegt, viele Menschen halten inne. Einige kämpfen mit den Tränen, andere sprechen über den Fahrtweg des 40-Jährigen, ihre Angst und ihre Sorgen.

https://www.swr.de/swraktuell/radio/todesfahrt-in-mannheim-sieht-nicht-nach-terrorismus-aus-100.html

Ökumenische Andacht und Absage von Fasnachtsveranstaltungen

Am späten Nachmittag um 17:30 Uhr findet in der Citykirche Konkordien eine ökumenische Andacht statt. Diese wurde von der Stadt Mannheim gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirche organisiert. „Dort soll gemeinsam getrauert, der Toten gedacht und für die Verletzten gebetet werden“, teilte die Stadt mit. An der Andacht nehmen unter anderem Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU), die evangelische Landesbischöfin Heike Springhart und der Freiburger Erzbischof Stephan Burger teil. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Unter dem Schatten deiner Flügel suchen wir Zuflucht“.

Als Konsequenz aus den Ereignissen wurden die für diesen Tag geplanten Fasnachtsumzüge in den Stadtteilen Feudenheim, Neckarau und Sandhofen abgesagt. Auch der Fasnachtsmarkt mit Buden und Fahrgeschäften am Wasserturm bleibt geschlossen. Die Straßenfasnacht in der Innenstadt wurde ebenfalls gestrichen. Zudem hat Oberbürgermeister Specht Trauerbeflaggung an den Dienstgebäuden der Stadt angeordnet.

Foto: Pressemeier

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