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Freitag, Januar 23, 2026
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Offener Brief von Heidelberg Materials an „Bündnis End Cement“

Nach den jüngsten Protestaktionen des „Bündnis End Cement“ gegen Heidelberg Materials hat das Unternehmen mit einem offenen Brief reagiert. Wir veröffentlichen das Schreiben im Wortlaut.

Offener Brief von Heidelberg Materials an „Bündnis End Cement“

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter von End Cement, vielen Dank für Ihre erstmalige Einladung zu einem Gespräch vom 3. April 2025. Wir finden es grundsätzlich gut, dass die Klimadebatte in breiten Teilen der Gesellschaft geführt wird und sind immer an einem offenen, fairen und konstruktiven Dialog, wie in Ihrem Schreiben vorgeschlagen, interessiert. Ebenso respektieren wir Kritik, solange sie friedlich und im Einklang mit den geltenden Gesetzen erfolgt.

Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Vandalismus sind jedoch keine Grundlage für konstruktive Gespräche, sondern schlicht Straftatbestände. Vor dem Hintergrund dieser nicht-gesetzeskonformen Protestaktionen von End Cement an unseren Standorten in Heidelberg und Leimen am Freitag, den 28. März, Samstag, den 5. April und Montag, den 7. April sehen wir keine Basis für einen konstruktiven Austausch.

Anlässlich der anstehenden Konzerte des Heidelberger Frühling in unserer Hauptverwaltung rufen wir Sie dazu auf, jegliche störende Aktionen zu unterlassen. Gegenüber dem Heidelberger Frühling, seinen Künstlerinnen und Künstlern, die die Veranstaltung mit viel Herzblut vorbereiten und durchführen, sowie seinem Publikum sind diese Aktionen völlig unangemessen.

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Für den Heidelberger Kulturbetrieb muss eine störungsfreie Festivalerfahrung bei allen noch ausstehenden Konzerten möglich sein. Als Sponsor der ersten Stunde sind wir stolz darauf, dass wir seit 29 Jahren mit unserem Engagement ein Festival mit ermöglichen, das vielen Menschen den Zugang zur Musik öffnet und Freude in die Stadt bringt.

Unsere Mitarbeitenden sind stolz darauf, den Wandel in unserer Industrie aktiv voranzutreiben. Wie Sie wissen, haben wir uns für 2030 das ehrgeizigste Dekarbonisierungsziel unserer Industrie gesetzt und wollen bis spätestens 2050 Net-Zero-Emissionen erreichen. Unsere Ziele wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) als im Einklang mit der 1,5 ° C Roadmap für die Zementindustrie validiert. An der Erreichung dieser Ziele lassen wir uns gerne messen.

Mit freundlichen Grüßen Heidelberg Materials


Im Rahmen des „End Cement Festivals“ vom 4. bis 10. April 2025 in Heidelberg demonstrierte das Bündnis „End Cement“ gegen den Zementhersteller Heidelberg Materials. Die Gruppe kritisiert die Umweltfolgen der Zementproduktion und spricht sich für alternative Baustoffe wie Holz und Lehm aus.

Die sog. Aktivisten blockierten die Zu- und Abfahrt zum Unternehmen und klebten sich auf der Fahrbahn fest. Die Polizei musste mit schweren Geräten wie Bohrmaschinen und Trennschleifern anrücken. Etwa acht Stunden dauerte es, bis sie alle Aktivisten vom Boden lösen konnten.

Des Weiteren wurde ein Firmengebäude von „Heidelberg Materials“ in der Rohrbacher Straße mit grüner Farbe besprüht. Zwei Aktivisten der Protestgruppe erklommen die Feuerleiter eines Firmengebäudes und entrollten vom Dach ein großes Banner mit der Aufschrift: „Time to end cement“.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, es sei der „größte Klimakiller Deutschlands“. Die selbsternannten Klimaretter sind scheinbar im Kampf gegen ihre Feinde auch bereit, Straftatbestände wie Hausfriedensbruch, Nötigung und Sachbeschädigung zu erfüllen.

Sachbeschädigung, da der Asphalt infolge der Aktion an mehreren Stellen zerstört werden musste. Ebenso wurden durch Farbschmierereien Schäden verursacht. Die finanziellen Schäden, welche durch die Blockade vom Montag verursacht wurden, kann das Unternehmen noch nicht beziffern. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, lägen die Umsatzeinbußen jedoch „in jedem Fall im sechsstelligen Bereich“.

Fotos: Marco Friedrich und Friedrich Uthe

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