-0.1 C
Mannheim
Dienstag, Dezember 16, 2025
StartAktuellBaumpflanzchallenge – Der Staffelstab der Baumpflanzung ging in Wiesloch herum

Baumpflanzchallenge – Der Staffelstab der Baumpflanzung ging in Wiesloch herum

Während Wiesloch das diesjährige Winzerfest unter medizinischer Absicherung des Sanitätsdienstes der Malteser feierte, setzt der Integrationsdienst der Hilfsorganisation ein stilles Zeichen der Solidarität

Am letzten Augusttag kamen Ehrenamtliche aus der Ukraine, die bei Malteser Hilfsdienst ihre Integrationsarbeit für ihre Landsleute sowie Geflüchteten und Migranten aus anderen Herkunftsländern leisten, der Nominierung der Baumpflanzchallenge von DRK und THW Wiesloch etwas besonderes als alle anderen entgegen.

Ein Baum zu Pflanzen ist generell eine unkomplizierte Aufgabe: Man gräbt ein Loch, setzt den Setzling ein, deckt die Wurzeln mit Erde ab und gießt mit reichlich Wasser. Voila!

Ist es aber so einfach? Kritik gegen solche Aktionen von Seite der Naturforscher gibt es genug. Manche Nominierte haben sogar, mit unterschiedlichen Begründungen, auf das Mitmachen verzichtet – meist der Umwelt zuliebe.

Werbung
  • MedCanOneStop
  • Frieden und Freiheit
  • Pressearbeit PR Agentur RPM
  • Wahlwerbung buchen

Hinter einer effektiven und nachhaltigen Aufforstung stecken umfangreiches Fachwissen, ein Fehler bei der Auswahl der Baumart, dem Standort und bei Pflege, könnte zum absterben des Baumes führen.

Mit diesen Schwierigkeiten mussten sich die Ehrenamtlichen des Malteser Integrationsdienstes in Wiesloch nicht auseinandersetzen, da im Hof ihres Integrationszentrums – MITmacherei – bereits ein wilder kleiner Weißdorn wächst. Sie haben sich gewundert, wie sein Überlebenswillen die herausforderten Bedingungen, da der Baum in einem Riss zwischen zwei Betonplatten wächst, meisterte. Die Chancen fürs ein langfristiges Überleben waren als niedrig eingeschätzt.

Am Sonntag, dem 31.08.2025, wurde das Bäumchen in einen großen Topf umgepflanzt und in der MITmacherei platziert. Dort erhält es von den Maltesern Schutz, Pflege und die Chance auf ein neues Leben. Genauso wie viele Geflüchtete, die in der MITmacherei oft ersten geschützten Raum in Wiesloch für ihre Begegnungen, Deutschlernen und weitere Integrationsangebote finden können.

Diese Rettung ist mehr als eine Geste: Sie steht für Hoffnung, Fürsorge und den Glauben daran, dass besonders die Stillen und verletzlichen Schutz brauchen – und eine zweite Chance. Ab jetzt wird der Weißdorn sich auf neue Umgebung und Bedingungen gewöhnen müssen, dann in paar Monaten wird für ihn nach einem neuen festen Ort fürs Leben gesucht.

Der genaue Ursprung der diesjährigen Aktion lässt sich nicht leicht nachverfolgen, da Social-Media schon hunderte, wenn nicht tausende Beiträge unter dem Hashtag #baumpflanzchallenge hervorbringt. Vor Jahren hat damit eine Jugendfeuerwehr in Deutschland angefangen, die Bäume einzupflanzen – für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

In diesem Jahr machen meist viele erwachsene Kameraden mit, und sogar schon lange nicht mehr nur aus der Feuerwehr, auch andere Blaulichtorganisationen sind dabei. Das Prinzip ist ganz einfach – Die nominierte Hilfsorganisation muss innerhalb der angegebenen Frist ein Baum pflanzen, einige gewähren ihren Nominierten sieben Tagen bis zur Pflanzung, andere fordern ihre Kameraden mit einer kürzeren Fristen von 72 oder sogar 48 Stunden. Wer es zeitlich nicht schafft, muss den Vorläufern eine Brotzeit ausgeben.

Text/Fotos: Integrationsdienst Malteser Wiesloch, Luksz Kluz

Werbung
  • Drohnenführerschein A2
  • MedCanOneStop
  • Wahlwerbung buchen
  • Goldankauf Wiesloch
  • Pressearbeit PR Agentur RPM

Werbung

Hier könnte auch Ihre Werbung stehen!

Am beliebtesten

Werbung