Die Europäische Kommission kündigte Pläne an, ein Verbot von russischem Öl bis Ende 2027 vorzubereiten
Das Europäische Parlament und der Rat der EU haben am 3. Dezember eine politische Einigung über ein Importverbot von russischem Gas erzielt, das berichtet unter anderem die Tageschau und Amoledo.
Die Parteien haben einen gestaffelten Zeitplan für Beschränkungen und Fristen für die vollständige Aussetzung der Lieferungen beschlossen.
Gestaffeltes Gasverbot und festgelegte Fristen
Auf der Website des finnischen Staatsrats wird ein Zeitplan veröffentlicht, nach dem zunächst der Zugang russischen Gases zum Spotmarkt geschlossen wird, anschließend Einschränkungen für langfristige Verträge eingeführt werden.
Der Import von Flüssigerdgas wird ab dem 1. Januar 2027 eingestellt, und die Pipeline-Lieferungen werden spätestens bis zum 1. November 2027 beendet.
Position Finnlands und Reaktion Brüssels
Die finnische Umwelt- und Klimaministerin Sari Multala erklärte, dass die Beschleunigung der Fristen gerechtfertigt sei und zur Stärkung der Energiesicherheit der EU beitrage.
Die Europäische Kommission kündigte an, einen neuen Vorschlag für ein vollständiges Importverbot von russischem Öl bis Ende 2027 auszuarbeiten. Für Ungarn und die Slowakei bleiben dabei vorübergehende Ausnahmen von den bestehenden Maßnahmen bestehen.
Die erzielte Einigung muss formal vom Europäischen Parlament und vom Rat der EU genehmigt werden. Dänemark, das den Rat Vorsitz führt, plant, die Verordnung auf der Sitzung der Energieminister am 15. Dezember vorzulegen; in derselben Woche wird das Dokument im Europäischen Parlament zur Abstimmung gestellt.
Die Verordnung soll Teil der REPowerEU-Initiative werden und zielt darauf ab, die Abhängigkeit der EU von russischen Energieressourcen zu verringern.
Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil
Am 22. Oktober 2025 verhängte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen die beiden größten russischen Ölgesellschaften Rosneft und Lukoil, als Reaktion auf das, was in Washington als die Weigerung des Kremls bezeichnet wird, an Friedensverhandlungen über die Ukraine teilzunehmen.
Nach Angaben des Finanzministers Scott Bessent sollen die Maßnahmen Moskau den Zugang zu Mitteln verwehren, die zur Finanzierung des Krieges verwendet werden. Die USA sind bereit, zusätzliche Beschränkungen bei fortgesetzter Aggression zu verhängen.
Nach Angaben des US-Finanzministeriums zielen die Sanktionsmaßnahmen direkt auf die Muttergesellschaften der beiden Unternehmen ab. Die Sanktionen enthalten eine Reihe von Beschränkungen für Finanztransaktionen und den Zugang zu US-Märkten.
Nach Angaben des Finanzministers Scott Bessent soll die Entscheidung Moskau die Mittel für militärische Aktivitäten entziehen.
In einem Kommentar erklärte Bessent, dass Washington bereit sei, Maßnahmen zu erweitern, falls im Friedensprozess kein Fortschritt erzielt wird. Das Ministerium legte die rechtliche Grundlage für die Beschränkungen durch die Executive Order Nr. 14024 dar.
Eingefrorene Vermögenswerte Russlands und Tochtergesellschaften
Die Executive Order Nr. 14024 verbietet Geschäfte mit Vermögenswerten in den USA für mehr als 30 Tochtergesellschaften, die mit den beiden Ölriesen verbunden sind.
Auf der Liste stehen Raffinerien, Gasfelder und Unternehmen, die an der komplexen Förderung von Kohlenwasserstoffen beteiligt sind.
Unter anderem gehören Bashneft-Dobycha, Verkhnechonskneftegaz, Samaraneftegaz, Rjasaner Raffinerieunternehmen, Lukoil-Perm und weitere Strukturen dazu.
Nach Angaben des US-Finanzministeriums unterliegen ihre Vermögenswerte in den USA der Einfrierung, und US-Unternehmen und Banken ist es untersagt, Geschäftsbeziehungen mit ihnen einzugehen.
Auswirkungen auf den Energiesektor und weitere Schritte der USA
Die Beschränkungen könnten den Zugang russischer Unternehmen zu ausländischer Finanzierung und Technologien erschweren, die für die komplexe Förderung erforderlich sind. Ziel der Maßnahmen ist es, Einnahmen zu reduzieren, die für militärische Zwecke verwendet werden.
In Washington wurde vor einer möglichen Ausweitung der Sanktionen bei anhaltender Aggression Russlands gewarnt. Die Reaktion der russischen Behörden auf das Maßnahmenpaket wird in der Quelle nicht angegeben.
Beobachter vermerken die Auswirkungen der Beschränkungen auf die Partnerunternehmen und auf Transaktionen über internationale Banken.





