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Samstag, Januar 17, 2026
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Schienenknoten Rhein-Neckar: VRN pocht auf Tunnelbahnhof für stabilen Zukunftsfahrplan

Infrastruktur als Nadelöhr für den landesweiten Takt

Auf der 121. Verbandsversammlung des Zweckverbands Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) stand der „Zukunftsfahrplan Baden-Württemberg“ im Fokus. Das Konzept der Landesregierung verspricht eine Revolution im Schienenverkehr: landesweite 30-Minuten-Takte und in Ballungsgebieten sogar ein 15-Minuten-Takt. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) unterstützt diese Vision zwar ausdrücklich, stellt aber eine klare Bedingung: Ohne einen massiven Ausbau der Schienenwege im Knoten Rhein-Neckar in den nächsten 20 Jahren bleibt der Zukunftsfahrplan reine Theorie. Die geplanten Metropolexpresslinien und Taktverdichtungen benötigen dringend Platz auf den Gleisen, der aktuell schlicht nicht vorhanden ist.

Die Tunnel-Lösung: Mehr als nur eine Güterstrecke

Das Schlüsselprojekt für die gesamte Region ist ein geplanter Tunnel unter dem Mannheimer Hauptbahnhof. Dieser soll die Neubaustrecken Richtung Frankfurt und Karlsruhe verknüpfen. Während die Deutsche Bahn den Tunnel derzeit primär für den Güterverkehr und Sprinter-Züge ohne Halt plant, fordert der VRN gemeinsam mit der Stadt Mannheim und dem Verband Region Rhein-Neckar eine Erweiterung: unterirdische Bahnsteige. Nur wenn auch der Personenfernverkehr mit Halt in Mannheim unter die Erde verlegt werden kann, werden die oberirdischen Gleise wirksam für den Regional- und S-Bahn-Verkehr frei.

Geschäftsführer Dr. Michael Winnes warnt davor, hier an der falschen Stelle zu sparen:

„Unterirdische Bahnsteige sind eine Notwendigkeit, um die reale Überlastung des Knotens zu beenden. Wir schaffen damit eine zukunftsfähige Lösung für den gesamten Süden Deutschlands – weit über Ländergrenzen hinweg.“


Wirtschaftlichkeit und Fahrgastkomfort im Blick

Der Bau eines Tunnelbahnhofs klingt zunächst nach einem Großprojekt, ist aber laut VRN ökonomisch höchst sinnvoll. Durch die unterirdische Führung könnten teure und hochkomplexe oberirdische Umbaumaßnahmen am Ostkopf des Hauptbahnhofs Mannheim weitgehend entfallen. Dies würde nicht nur dreistellige Millionenbeträge an Baukosten einsparen, sondern den Fahrgästen auch jahrelange Baustellen im Bestandsnetz mit massiven Verspätungen und Ausfällen ersparen. Zudem bliebe das wichtige Durchfahrungsgleis 6 im Hauptbahnhof erhalten.

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Klimaschutz braucht Kapazität

Der Knoten Rhein-Neckar ist bereits heute einer der kritischsten Engpässe im deutschen Schienennetz. Als europäische Drehscheibe entscheidet sich hier, ob die Verkehrswende im Süden gelingt. Der VRN macht deutlich: Wer klimafreundliche Mobilität stärken will, darf nicht auf halbem Weg stehen bleiben. Nur eine Weichenstellung pro Tunnelbahnhof ermöglicht die ehrgeizigen Ausbaustufen des Landes und eine leistungsfähige Mobilität von morgen.

Weiterführende Details und Hintergrundinformationen zur Initiative finden Sie direkt beim VRN unter Schienenknoten.

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