Waldpflege im Dämmelwald: Sicherheit, Naturschutz und Zukunft für den Wieslocher Stadtwald
Im Wieslocher Dämmelwald beginnen in Kürze Waldpflege- und Verkehrssicherungsarbeiten. Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheit für Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten und zugleich die ökologische Qualität des beliebten Erholungswaldes langfristig zu stärken. Um Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, hat die Forstverwaltung einen abgestimmten Zeitplan erarbeitet.
Fällarbeiten in den Faschingsferien
Der Dämmelwald ist nicht nur ein geschätztes Naherholungsgebiet, sondern auch ein wichtiger Schulweg für viele Kinder und Jugendliche. Damit es während des laufenden Schulbetriebs nicht zu Gefährdungen kommt, werden die Hauptarbeiten bewusst in die Faschingsferien gelegt (Woche ab 16. Februar 2026).
Während der Fällungen müssen einzelne Waldwege zeitweise gesperrt werden. Die Stadt bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher – insbesondere Spaziergänger, Joggerinnen und Radfahrer – die Absperrungen konsequent zu beachten. Im unmittelbaren Arbeitsbereich besteht durch fallende Bäume und herabstürzende Äste akute Lebensgefahr.
Förderung des Eichenbestands
Ein zentrales Anliegen der Maßnahme ist die gezielte Stärkung des Eichenbestands. Die rund 60 Jahre alten Eichen sollen sich zu kräftigen, prägenden Bäumen entwickeln – vergleichbar mit den beeindruckenden Alteichen im angrenzenden Waldbestand. Dafür benötigen sie mehr Licht und Raum.
Durch die Entnahme konkurrierender Nachbarbäume erhalten diese sogenannten „Zukunftseichen“ bessere Wachstumsbedingungen und ausreichend Platz für die Entwicklung ihrer Kronen. So wird der Waldbestand nachhaltig und stabil weiterentwickelt.
Entnahme geschädigter Eschen
Darüber hinaus werden kranke Eschen gefällt. Ursache ist das Eschentriebsterben, eine Erkrankung, die viele Bäume stark geschwächt und standsicherheitsgefährdet gemacht hat. Da einige dieser Eschen in unmittelbarer Nähe zur Bebauung sowie im Bereich des Waldspielplatzes stehen, ist ihre Entfernung aus Gründen der Verkehrssicherung zwingend erforderlich.
Schonender Umgang mit dem Waldboden
Die gefällten Stämme bleiben zunächst im Bestand liegen. Aufgrund der derzeit sehr feuchten und empfindlichen Böden wird auf einen sofortigen Abtransport verzichtet. So sollen Schäden und Verdichtungen im Waldboden vermieden werden.
„Wir warten bewusst auf eine trockenere Wetterphase, bevor wir mit dem Abtransport beginnen“, erklärt Förster Künzig. Erst wenn es die Bodenverhältnisse zulassen, werden die Stämme in den kommenden Wochen oder Monaten an die Waldwege gerückt.
Stadt Wiesloch und Forstverwaltung danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis für diese notwendigen Arbeiten. Sie dienen dem Erhalt eines sicheren, naturnahen und zukunftsfähigen Stadtwaldes.
Text und Foto: Stadt Wiesloch







