Dietmar Hopp Stiftung bringt Bildung in Bewegung
Bewegung als Motor des Lernens: Mit einem neuen Förderschwerpunkt will die Dietmar Hopp Stiftung Bildungseinrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar gezielt dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche stärker in Bewegung zu bringen. Vorgestellt wurde das Programm am 23. Februar in Mannheim – im Beisein der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper.
Bewegung fest im Schulalltag verankern
„Es ist bekannt, dass sich Kinder im Alltag zu wenig bewegen. Vor allem in der Schule sitzen sie zu viel – und dieser Sitzeffekt lässt sich selbst durch Sport am Nachmittag kaum ausgleichen“, erklärte Stiftungsleiterin Heike Bauer.
Gemeinsam mit Förderpartnern verfolgt die Stiftung daher das Ziel, Bewegung als festen Bestandteil im Lernprozess zu etablieren. In den kommenden Jahren sollen bis zu 30 Millionen Euro bereitgestellt werden. Gefördert werden unter anderem bewegungsfreundlich gestaltete Schulhöfe – kombiniert mit innovativen Konzepten für einen bewegungsfördernden Unterricht.
Mehr als neue Spielgeräte
Wie Uta Mielisch, zuständige Referentin der Stiftung, betonte, geht es um weit mehr als zusätzliche Geräte auf dem Pausenhof: „Wir wollen Schulen fördern, die Bewegung bereits nachweislich in ihren Unterricht und Schulalltag integrieren – und solche, die sich auf den Weg machen wollen.“
Im Fokus steht ausdrücklich nicht der klassische Sportunterricht, sondern Bewegung als selbstverständlicher Bestandteil des gesamten Schulalltags.
Antragsberechtigt sind Grund- und weiterführende Schulen, Förderschulen sowie SBBZs aus der Metropolregion Rhein-Neckar. In ihren Konzepten sollen sie darlegen, wie Bewegungselemente bereits umgesetzt werden oder künftig etabliert werden sollen. Ziel ist eine langfristige, flächendeckende Verbesserung der Alltagsbewegung von Kindern und Jugendlichen.
Wissenschaftliche Begleitung aus Heidelberg
Um nachhaltige Impulse zu setzen, steht die Stiftung zudem im Austausch mit der Pädagogische Hochschule Heidelberg. Dort wird geprüft, wie bewegungsfördernde Unterrichtskonzepte bereits in der Lehrerausbildung verankert werden können.
Prof. Dr. Jens Bucksch, Geschäftsführer der Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften, unterstrich die Bedeutung: Studien zeigten, dass bewegungsaktivierender Unterricht die kognitive und mentale Leistungsfähigkeit steigere. Schülerinnen und Schüler seien konzentrierter, wacher und weniger abgelenkt. Schule dürfe Lernen nicht ausschließlich als kognitiven Prozess verstehen – vielmehr brauche es Ansätze, die den Körper einbeziehen und die sitzend verbrachte Zeit reduzieren.
Unterstützung aus dem Kultusministerium
Auch Kultusministerin Theresa Schopper verwies auf die vielfältigen positiven Effekte von Bewegung. Körperliche Aktivität sei eng verbunden mit Empathie, Selbstwahrnehmung und psychischer Stabilität. Gerade angesichts zunehmender psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen sei es wichtig, Bewegung als festen Bestandteil schulischer Bildung zu verankern.
Informationen zu Förderrichtlinien und Antragstellung sind online abrufbar unter: https://www.dietmar-hopp-stiftung.de
Text und Foto: Dietmar-Hopp-Stiftung / Pressemitteilung







