Große Beteiligung bei der Namenssuche
Die beiden jungen Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg tragen nun offiziell die Namen Sari und Raya. Nachdem der Zoo Anfang Februar zur Namenssuche aufgerufen hatte, gingen mehr als 2.500 Vorschläge ein. Anschließend konnten Interessierte online über mehrere Favoriten abstimmen.
Mehr als 3.000 Menschen beteiligten sich schließlich an der finalen Abstimmung. Am Ende setzten sich die Namen Sari und Raya durch. „Die große Beteiligung hat uns sehr gefreut“, erklärt Bianca Weißbarth, Leiterin des Raubtierreviers im Zoo Heidelberg.
Jungtiere wachsen gesund heran
Seit ihrer Geburt im November haben sich die beiden Tigerinnen sehr gut entwickelt. Inzwischen bringt jedes Jungtier mehr als zehn Kilogramm auf die Waage. Laut Zoo-Tierärztin Barbara Bach sind beide Tiere gesund und altersgerecht entwickelt.
Die Tigerbabys haben bereits ihre zweite Impfung erhalten und zeigen sich zunehmend aktiv. Mit den milderen Temperaturen erkunden sie immer häufiger gemeinsam mit ihrer Mutter Karis die Außenanlage. Die erfahrene Tigerin begleitet ihre beiden Töchter aufmerksam bei ihren ersten Ausflügen.
Einzigartige Fellmuster helfen beim Unterscheiden
Für Besucher ist es auf den ersten Blick nicht leicht, die beiden Tigerinnen auseinanderzuhalten. Wie bei allen Tigern besitzt jedoch jedes Tier ein individuelles Streifenmuster im Fell, das sich mit einem Fingerabdruck vergleichen lässt.
Auch im Verhalten zeigen sich bereits Unterschiede zwischen den Geschwistern. Raya wirkt eher ruhig und vorsichtig, während Sari deutlich temperamentvoller auftritt.
Bedrohte Tierart aus Indonesien
Die Namen der beiden Jungtiere haben eine Verbindung zum Herkunftsgebiet der Tiere. „Sari“ bedeutet im Indonesischen Essenz oder Wesen, „Raya“ kann mit groß oder großartig übersetzt werden.
Sumatra-Tiger gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen weltweit. Die Unterart lebt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra. Durch Lebensraumverlust und Wilderei ist der Bestand stark zurückgegangen. Experten gehen davon aus, dass in freier Wildbahn nur noch rund 400 Tiere leben.
Zoologische Einrichtungen leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung dieser seltenen Tierart.
Text und Foto: Zoo Heidelberg







