StartAktuellTankrabatt endet – Ansturm auf Tankstellen vor erwartetem Preissprung

Tankrabatt endet – Ansturm auf Tankstellen vor erwartetem Preissprung

Tankrabatt endet – Preissprung wird erwartet

Mit dem Auslaufen des Tankrabatts ab Morgen, haben viele Autofahrerinnen und Autofahrer die letzte Gelegenheit genutzt, noch günstiger zu tanken. Bundesweit kommt es am letzten Tag der Steuerentlastung zu einem regelrechten Ansturm auf die Tankstellen. Experten gehen davon aus, dass die Kraftstoffpreise ab dem 1. Juli wieder deutlich steigen würden.

Steuerentlastung läuft nach zwei Monaten aus

Der Tankrabatt wird Anfang Mai eingeführt, um die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs abzufedern. Nach zwei Monaten endet die befristete Maßnahme wie geplant zum 30. Juni.

Ab dem 1. Juli gilt für Benzin und Diesel wieder die reguläre Energiesteuer. Einschließlich Mehrwertsteuer bedeutet dies einen möglichen Preisanstieg von rund 16,7 Cent pro Liter. Der Tankstellenverband bft erwartet, dass sich die höheren Preise erst ab dem Mittag des Folgetages an den Zapfsäulen bemerkbar machen werden.

Verbraucher- und Automobilverbände äußern Kritik

Verbraucherschützer warnen die Mineralölkonzerne davor, die Preise stärker anzuheben, als es durch den Wegfall der Steuerentlastung gerechtfertigt wäre. Ramona Pop, Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverband, erklärt, das Ende des Tankrabatts dürfe nicht zu zusätzlichen Gewinnen der Unternehmen führen. Das Bundeskartellamt müsse die Preisentwicklung genau beobachten.

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Auch der ADAC fordert eine faire Preisgestaltung. Nach Ansicht des Automobilclubs sollten die Preise nicht sofort und vollständig angehoben werden, solange sich noch günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen befindet.

Politik kündigt genaue Beobachtung an

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärt, die Entwicklung der Kraftstoffpreise werde gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium aufmerksam verfolgt. Sollten Auffälligkeiten auftreten, würden entsprechende Maßnahmen geprüft.

Unterdessen spricht sich Manuela Schwesig für weitere Entlastungen aus. Sie bringt unter anderem einen Preisdeckel nach Luxemburger Vorbild ins Gespräch und fordert zusätzliche steuerliche Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger.

Studien: Tankrabatt kommt größtenteils an

Nach Untersuchungen des ifo Institut wird der Tankrabatt überwiegend, jedoch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Die Kraftstoffpreise liegen zuletzt deutlich unter vergleichbaren Werten in Nachbarländern ohne entsprechende Steuerentlastung. Auch die Monopolkommission stellt fest, dass ein Großteil der Entlastung bei den Autofahrern ankommt, die Weitergabe jedoch regional unterschiedlich ausfällt.

Auch in der Region lange Schlangen an den Zapfsäulen

Der Ansturm auf die Tankstellen ist auch in der Rhein-Neckar-Region deutlich spürbar. An mehreren Tankstellen bilden sich lange Warteschlangen. Besonders an einer Tankstelle in Heidelberg kommt es zeitweise zu einem regelrechten Andrang. Die Zapfsäulen sind durchgehend belegt, zahlreiche Fahrzeuge warten auf ihre Gelegenheit zum Tanken. Teilweise müssen Autofahrer bis zu 20 Minuten warten, bevor sie an die Reihe kommen.

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