Bei Tschechien wird oft zuerst an Prag gedacht. Was das Land sonst noch alles zu bieten hat, geht meist unter und wird nicht hinterfragt. Wenn man etwas mehr Zeit einplant, lernt man Tschechien deutlich vielseitiger kennen und entdeckt Orte, die weniger überlaufen sind.
Prag bleibt ein guter Ausgangspunkt
Ein Besuch in Prag gehört für viele einfach dazu. Die Karlsbrücke, die Altstadt oder die Prager Burg ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an. Gleichzeitig lohnt es sich, auch die kleineren Viertel zu erkunden. Morgens oder am frühen Abend zeigt sich die Stadt oft deutlich entspannter als zur Mittagszeit. Nach zwei oder drei Tagen bietet es sich an, die Reise fortzusetzen. Von Prag aus lassen sich viele Regionen innerhalb kurzer Zeit erreichen.
Warum das Böhmische Paradies so überraschend ist
Nur circa eine Autostunde nordöstlich von Prag liegt das Böhmische Paradies. Die Region ist vor allem bekannt für ihre markanten Sandsteinfelsen, Burgruinen und gut ausgeschilderten Wanderwege. Viele Aussichtspunkte sind ohne lange Tour erreichbar. Dadurch eignet sich die Gegend auch für Familien oder Reisende, die Natur erleben möchten, ohne anspruchsvolle Bergwanderungen zu planen.
Südböhmen: Geschichte und Natur
Wenn man historische Städte mag, sollte man Südböhmen nicht auslassen. Český Krumlov gehört mit seiner Altstadt und dem Schloss zu den schönsten Orten des Landes. Trotz seiner Bekanntheit wirkt die Stadt außerhalb der Hauptsaison angenehm ruhig. In der Umgebung wechseln sich Wälder, Seen und kleine Dörfer ab. Dadurch eignet sich die Region gut für einen Urlaub, bei dem Kultur und Natur gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.
Auch das Riesengebirge ist einen Besuch wert
Im Norden des Landes liegt das Riesengebirge. Im Winter zieht es hier viele Wintersportler her. Im Sommer verwandeln sich die Berge in ein beliebtes Wandergebiet mit zahlreichen Aussichtspunkten und Berghütten. Viele Wege sind gut ausgeschildert und eignen sich auch für Tagesausflüge. Wenn man gerne fotografiert, findet man hier einige tolle Motive.
Was das Land kulinarisch zu bieten hat
Die tschechische Küche ist abwechslungsreicher, als die meisten zunächst wahrscheinlich vermuten. Neben den ganz klassischen Fleischgerichten stehen regionale Spezialitäten, saisonale Zutaten und hausgemachte Kuchen auf den Speisekarten vieler Restaurants. Vor allem kleinere Gasthäuser außerhalb der großen Städte bieten oft traditionelle Gerichte an, die nach traditionellen Familienrezepten zubereitet werden.
Die Reise richtig vorbereiten
Wenn man mit dem Auto anreist oder mehrere Regionen miteinander verbinden möchte, sollte man sich vor der Abfahrt über die geltenden Straßenregelungen informieren. Für viele Autobahnen wird eine digitale Vignette für Tschechien benötigt. Wenn man diese schon vor Reisebeginn organisiert, kann die Fahrt ohne zusätzliche Stopps beginnen. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gilt auf mautpflichtigen Autobahnen ein elektronisches Vignettensystem, das über das Kennzeichen kontrolliert wird.
Diese Orte passen gut in eine Rundreise
Wenn man mehrere Tage Zeit hat, lässt sich eine abwechslungsreiche Route zusammenstellen. Diese kann zum Beispiel aus folgenden 6 Stopps bestehen:
- Prag
- Böhmisches Paradies
- Český Krumlov
- Riesengebirge
- Karlsbad
- Brünn
Deshalb zahlt sich eine längere Reise aus
Viele entdecken Tschechien zunächst durch einen Städtetrip nach Prag. Erst später stellen sie fest, dass das Land doch noch einiges mehr zu bieten hat. Zwischen historischen Altstädten, beeindruckenden Naturgebieten und kleinen Orten mit viel Charme entsteht eine Mischung, die man in dieser Form nur selten findet. Aus diesem Grund entwickelt sich Tschechien für viele Reisende vom spontanen Kurztrip zu einem Urlaubsziel, das man immer wieder neu entdecken kann.
