Förderzentren wachsen weiter
Die Bildungseinrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises verzeichnen im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 11.150 Schülerinnen und Schüler. Damit liegt die Zahl um 49 Lernende beziehungsweise 0,44 Prozent über dem Vorjahreswert. Während die beruflichen Schulen ihre stabilen Schülerzahlen halten konnten, setzt sich der langjährige Wachstumstrend an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) fort.
Berufliche Schulen auf konstantem Niveau
An den öffentlichen beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises werden aktuell 10.461 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies praktisch keiner Veränderung. Damit entwickeln sich die kreiseigenen Schulen etwas positiver als der landesweite Trend, wo die Schülerzahlen an beruflichen Schulen leicht rückläufig sind.
Von den Schülerinnen und Schülern besuchen 6.364 einen Vollzeit- und 4.097 einen Teilzeitbildungsgang.
Nachfrage in sozialen Bildungsbereichen steigt
Besonders gefragt bleiben Bildungsgänge im sozialwissenschaftlichen Bereich. Zuwächse wurden unter anderem bei der sozialpädagogischen Assistenz, den beruflichen Gymnasien sowie der generalistischen Pflegeausbildung registriert.
Rückläufig entwickelten sich dagegen die Zahlen in der dualen Berufsausbildung sowie im Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Deutschförderung (VABO).
Unterschiedliche Entwicklung an den Schulstandorten
Je nach Standort zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Die größten Zuwächse verzeichneten die Schulen in Hockenheim mit 58 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern. Auch Eberbach (+17), Sinsheim (+20) und Wiesloch (+15) konnten steigende Zahlen melden.
Rückgänge gab es dagegen in Schwetzingen (-59) und Weinheim (-50).
Sonderpädagogische Einrichtungen wachsen weiter
Besonders deutlich fällt die Entwicklung im sonderpädagogischen Bereich aus. Die vier Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie der Schulkindergarten des Rhein-Neckar-Kreises werden derzeit von insgesamt 689 Kindern und Jugendlichen besucht.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 48 Schülerinnen und Schüler beziehungsweise 7,5 Prozent. Damit steigen die Schülerzahlen in diesem Bereich bereits im siebten Schuljahr in Folge kontinuierlich an.
Kreis sieht Handlungsbedarf
Verwaltungs- und Schuldezernent Ulrich Bäuerlein betonte die wichtige Rolle der beruflichen Schulen für die Bildungslandschaft der Region. Gleichzeitig mache der anhaltende Anstieg an den sonderpädagogischen Einrichtungen deutlich, dass dieser Bereich auch künftig besondere Aufmerksamkeit und weitere Entwicklungsschritte benötige.
Hintergrund
Der Rhein-Neckar-Kreis ist Träger von 13 beruflichen Schulen, vier Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie einem Schulkindergarten. Die aktuelle Schulstatistik basiert auf den amtlichen Zahlen des Landes Baden-Württemberg mit dem Stichtag 22. Oktober 2025 und dient als wichtige Grundlage für die weitere Schulentwicklungsplanung.
Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis







