Worauf es bei der Raumgestaltung ankommt
Wenn nach den Sommerferien die ersten Kinder wieder durch die Kita-Tür kommen, beginnt für alle ein neuer Abschnitt. Manche Kinder kennen ihre Gruppe bereits, andere sind neu dabei und müssen sich erst einmal zurechtfinden. Auch für das Kita-Team gibt es einiges zu organisieren. Die Räume spielen dabei eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick denkt.
Wenn alles seinen Platz hat
Kinder brauchen keine perfekt durchgestylten Räume. Viel wichtiger ist, dass sie erkennen können, wie ein Raum funktioniert. Wo wird gemalt? Wo stehen die Spielsachen? Wo kann man ein Buch anschauen? Und wo findet man seinen eigenen Platz?
Eine klare Aufteilung hilft dabei ganz automatisch. Wenn bestimmte Bereiche immer ähnlich genutzt werden, entwickeln sich mit der Zeit feste Abläufe. Das gibt gerade neuen Kindern Orientierung.
Möbel, die im Alltag mitmachen
In einer Kita geht es bekanntlich nicht gerade zimperlich zu. Stühle werden verschoben, Tische bekommen Farbflecken und Regale werden täglich geöffnet und geschlossen. Die Einrichtung muss deshalb einiges aushalten können.
Bei der Auswahl von Kindergartenmöbel beispielsweise von insGraf, kommt es entsprechend nicht nur auf das Aussehen an. Größe, Stabilität, Material und eine kindgerechte Gestaltung sind mindestens genauso wichtig. Gleichzeitig sollten Tische, Stühle und Regale so gewählt werden, dass sie zum Alter der jeweiligen Gruppe passen.
Kinder sollen selbst an ihre Sachen kommen
Ein Regal auf Augenhöhe eines Erwachsenen mag ordentlich aussehen, ist für Kinder aber wenig praktisch. Werden Spiele, Bücher oder Bastelmaterialien so aufbewahrt, dass Kinder sie selbst erreichen können, ergeben sich ganz nebenbei neue Möglichkeiten.
Das Kind kann sich ein Spiel aussuchen, es zum Tisch tragen und später wieder zurückstellen. Solche kleinen Handgriffe gehören zum Kita-Alltag und fördern die Selbstständigkeit. Natürlich muss dabei darauf geachtet werden, dass nur geeignete Materialien frei zugänglich sind.
Nicht jeder braucht ständig Action
In einer Kita ist meistens einiges los. Gespräche, Bewegung, Gruppenspiele und kreative Angebote gehören zum Alltag. Gerade deshalb tut ein ruhiger Platz gut.
Eine kleine Leseecke, ein gemütlicher Sitzplatz oder ein etwas abgeschirmter Bereich kann Kindern die Möglichkeit geben, zwischendurch zur Ruhe zu kommen. Dafür braucht es nicht unbedingt einen großen separaten Raum. Oft lässt sich schon mit einer geschickten Aufteilung des vorhandenen Platzes eine ruhige Ecke schaffen.
Vor dem Start einmal durch die Räume gehen
Die letzten Tage vor dem neuen Kita-Jahr eignen sich gut dafür, die Räume einmal mit etwas Abstand anzuschauen. Was wird tatsächlich gebraucht? Welche Möbel stehen eigentlich nur herum? Wo fehlt Stauraum? Und welche Dinge sind vielleicht inzwischen kaputt oder nicht mehr passend?
Gerade nach einigen Jahren sammelt sich in Kitas einiges an. Ein kaputter Stuhl hier, ein nicht mehr benötigtes Regal dort – und schon wird der Raum voller, als er eigentlich sein müsste.
Ein gemeinsamer Aufräum- und Planungstag kann deshalb einiges bringen. Dabei können die Mitarbeiter auch überlegen, ob bestimmte Bereiche neu angeordnet werden sollten.
Sicherheit darf nicht untergehen
Bei aller Planung bleibt ein Punkt besonders wichtig: Die Einrichtung muss sicher sein. Regale und andere größere Möbel sollten stabil stehen und entsprechend gesichert werden. Auch Stolperstellen oder unnötig zugestellte Wege gilt es zu vermeiden.
Gleichzeitig sollte genügend freie Fläche bleiben. Kinder brauchen Platz zum Spielen, Bewegen und Toben. Ein Gruppenraum muss deshalb nicht bis in die letzte Ecke mit Möbeln gefüllt sein.
Ein guter Start muss nicht perfekt sein
Am ersten Kita-Tag wird ohnehin nicht alles genau so laufen, wie es geplant war. Ein Kind weint, ein anderes möchte nicht mitmachen und irgendwo fehlt plötzlich ein bestimmtes Bastelmaterial. Das gehört dazu.
Eine gut vorbereitete Umgebung kann solche kleinen Überraschungen zwar nicht verhindern, sie kann den Alltag aber deutlich einfacher machen. Wenn Materialien ihren Platz haben, die Räume übersichtlich sind und die Ausstattung zum Alter der Kinder passt, müssen sich Erzieherinnen und Erzieher weniger mit unnötigen Hindernissen beschäftigen.
Und genau darum geht es bei der Vorbereitung auf das neue Kita-Jahr: nicht um einen perfekten Raum, sondern um eine Umgebung, in der Kinder sich wohlfühlen, selbstständig werden können und genügend Platz für all die Dinge haben, die eine Kita ausmachen.
