StartReisenPressemeiers ReisetippsNeuf Brisach: Ausflug ins Weltkulturerbe

Neuf Brisach: Ausflug ins Weltkulturerbe

Neuf-Brisach im Elsass empfängt seine Besucher als ein architektonisches Juwel, das Geschichte und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Entworfen im Jahr 1699 vom berühmten Baumeister Sébastien Le Prestre de Vauban im Auftrag des Sonnenkönigs Louis XIV., gilt die Reißbrettstadt als das vollkommenste Beispiel des barocken Festungsbaus in Europa. Wer sich der Stadt nähert, durchquert eines der monumentalen Stadttore und betritt ein exakt symmetrisches, achteckiges Straßenraster, das bis heute vollständig erhalten geblieben ist. Aus der Vogelperspektive offenbart sich die Anlage als gigantischer, vielzackiger Stern – eine städtebauliche Meisterleistung, die vollkommen zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für Touristen bietet die Stadt jedoch weit mehr als graue Militärgeschichte, denn die mächtigen, dreihundert Jahre alten Mauern haben sich in eine einzigartige Open-Air-Galerie verwandelt.

Verteidigungsanlage
Kunstinstallation
Kunstintstallation

Beim Spaziergang entlang des historischen Festungspfads und durch die tiefen Verteidigungsgräben treffen Reisende auf eine lebendige Kunstinstallation direkt an und auf den historischen Mauern. Geprägt durch das überregionale Remp’Art Festival, dessen monumentale Open-Air-Exponate den Rundweg säumen, wird der Wehrgang zu einer Galerie inmitten der Natur. Große und kleine Besucher stoßen hier auf die faszinierenden Œuvres éternelles – dauerhafte Kunstwerke aus natürlichen Materialien wie monumentale Strohtiere, welche die Stadttore bewachen, sowie eine eco-responsable Porträtgalerie, die in Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Schulen entlang des Festungswalls entstanden ist. Diese Verschmelzung aus der strengen Geometrie des 17. Jahrhunderts und den kreativen, zeitgenössischen Installationen verleiht dem Rundgang eine ganz besondere, fast surreale Atmosphäre.

MAUSA
MAUSA

Wer noch tiefer in die Festungsmauern eintauchen möchte, findet im Tor von Belfort einen genialen architektonischen Kontrast. Direkt unter der Erde, in den kühlen, meterdicken Kasematten der alten Zitadelle, verbirgt sich mit dem MAUSA Vauban ein gigantisches Museum für Urbane Kunst und Street-Art. Auf rund 1.200 Quadratmetern haben weltbekannte Street-Art-Künstler die historischen Gewölbe besetzt und die geschichtsträchtigen Sandsteinwände mit farbenfrohen Murals, Graffitis und Schablonenkunst verzaubert. So entsteht in Neuf-Brisach ein einzigartiges touristisches Erlebnis: Man wandert auf geschichtsträchtigen Pfaden des Sonnenkönigs, während man gleichzeitig von moderner, monumentaler Kunst flankiert wird. Für den Besuch empfiehlt sich festes Schuhwerk, um die unbefestigten Wege in den Gräben bequem zu erkunden, und genügend Zeit, um das Zusammenspiel aus barocker Symmetrie und moderner Kreativität in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Das Musée Vauban in Neuf-Brisach ist das offizielle historische Museum der Stadt und befindet sich direkt im Erdgeschoss der geschichtsträchtigen Porte de Belfort, einem der monumentalen originalen Stadttore. Als idealer Einstieg für Touristen widmet es sich ganz dem Erbe des königlichen Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban und der Entstehung dieser als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichneten Reißbrettstadt. Aufgeteilt in zwei moderne Ausstellungsräume, macht das Museum die Stadtgeschichte von 1699 bis ins 20. Jahrhundert mittels historischer Pläne, Uniformen und Waffen greifbar; das absolute Highlight bildet dabei ein faszinierendes Relief-Stadtmodell, das die geniale, sternförmige Symmetrie der Festung mithilfe von Licht- und Tonanimationen anschaulich erklärt.

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Das Restaurant Aux Deux Roses ist bekannt für seine Flammkuchen. Für 24 Euro kann man das all-you-can-eat Angebot nutzen. Laut Wirtin liegt der Rekord bei 6 Flammkuchen pro Person.

Der Flammkuchen wurde übrigens erfunden, weil man die Temperatur des Ofens beim Brotbacken testete. Man schob einen kleinen Teigrest in den Holzofen, um zu prüfen, ob er heiß genug war. Wurde der Teig schwarz, war der Ofen zu heiß. Blieb er blass, musste Holz nachgelegt werden. Und da man keine Lebensmittel vergeuden konnte, wurde so der Flammkuchen erfunden. Denn den Teig konnte man mit allen möglichen Resten belegen.

Flammkuchen

 

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