Elektrokamine: Was Verbraucher in Baden-Württemberg wissen sollten
Elektrokamine werden als Alternative zu klassischen Kaminöfen angeboten. Anders als bei einem Holz- oder Pelletofen wird dabei kein Brennstoff verbrannt. Es entstehen deshalb weder Rauch noch Verbrennungsabgase. Für Verbraucher ist dieser Unterschied vor allem dann interessant, wenn es um die baulichen Voraussetzungen, den Betrieb und die laufenden Kosten geht.
In Baden-Württemberg gelten für Feuerstätten mit Verbrennung unter anderem Vorgaben der Feuerungsverordnung und des Bundes-Immissionsschutzrechts. Bei einem Elektrokamin ohne Verbrennung handelt es sich dagegen nicht um eine Feuerstätte im klassischen Sinn. Ein Schornstein für die Ableitung von Abgasen ist bei einem solchen Gerät nicht erforderlich.
Keine Abgase, kein Brennstoff
Der wesentliche technische Unterschied liegt im Betrieb. Ein Elektrokamin wird über das Stromnetz versorgt. Die sichtbare Flamme ist eine technische Darstellung und kein echtes Feuer. Damit entfallen Arbeiten wie die Lagerung von Brennholz, die Reinigung von Asche oder die regelmäßige Kontrolle einer Abgasführung.
Elektrokamine sind allerdings nicht automatisch Heizgeräte. Einige Modelle besitzen eine zusätzliche Heizfunktion, andere dienen ausschließlich der Darstellung des Flammeneffekts. Wer das Gerät zum Heizen einsetzen möchte, sollte deshalb auf die angegebene Heizleistung achten.
Stromverbrauch hängt von der Leistung ab
Bei einer vorhandenen Heizfunktion wird elektrische Energie direkt in Wärme umgewandelt. Für die Kosten ist deshalb vor allem die Leistung des Geräts und die Betriebsdauer entscheidend.
Ein Beispiel macht den Zusammenhang deutlich: Ein Gerät mit 2.000 Watt benötigt bei einer Stunde Heizbetrieb theoretisch 2 Kilowattstunden Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde wären das 70 Cent für diese Stunde. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Betriebsweise niedriger liegen, wenn eine Temperaturregelung die Heizung zwischendurch abschaltet.
Der Flammeneffekt allein verursacht dagegen deutlich weniger Stromverbrauch als der Heizbetrieb. Verbraucher sollten deshalb prüfen, ob sie tatsächlich eine Heizfunktion benötigen.
Was gilt beim Einbau?
Für einen frei aufgestellten Elektrokamin sind andere Voraussetzungen relevant als für einen Kaminofen. Wird ein Gerät fest an der Wand montiert oder in eine Möbelkonstruktion eingebaut, müssen die Vorgaben des Herstellers eingehalten werden. Das betrifft insbesondere Abstände, Belüftung und den Bereich um die Heizöffnung.
Bei baulichen Veränderungen können außerdem weitere Vorschriften eine Rolle spielen. In Baden-Württemberg ist deshalb zwischen dem elektrischen Gerät selbst und der geplanten baulichen Ausführung zu unterscheiden. Ein Elektrokamin benötigt zwar keine Abgasleitung, ein umfangreicher Wandumbau kann aber trotzdem genehmigungs- oder fachplanungspflichtige Fragen aufwerfen.
Bei Unsicherheit über einen festen Einbau ist eine Prüfung durch einen Fachbetrieb sinnvoll. Für den elektrischen Anschluss gilt außerdem: Arbeiten an der elektrischen Anlage sollten entsprechend den geltenden elektrotechnischen Regeln durchgeführt werden.
Wandkamine als eine Bauform
Eine verbreitete Bauform sind Wandkamine. Sie werden direkt an der Wand angebracht und benötigen keinen Schornstein. Je nach Modell unterscheiden sich Abmessungen, Heizleistung und technische Ausstattung.
Eine Übersicht zu diesem Bereich findet sich unter: https://de.aflamo.com/produkte/elektrokamine/wandkamine
Allgemeine Informationen zu Elektrokaminen sind unter https://de.aflamo.com sowie in der Produktübersicht unter https://de.aflamo.com/produkte/elektrokamine/ zu finden.
Kein Ersatz für eine klassische Heizung
Ein Elektrokamin mit Heizfunktion kann einen Raum zusätzlich erwärmen. Als alleinige Heizung für ein ganzes Haus ist er in der Regel nicht gedacht. Dafür sind die Leistung und die laufenden Stromkosten entscheidend.
Für Haushalte in Baden-Württemberg kommt es deshalb auf den jeweiligen Einsatz an. Wer lediglich die Optik eines Kamins möchte, kann ein Modell ohne Heizfunktion nutzen. Wer zusätzlich Wärme erzeugen möchte, sollte vor dem Kauf Leistung, Stromverbrauch und Betriebsdauer miteinander vergleichen.
Bei der Entscheidung spielen außerdem die vorhandene Elektroinstallation, der geplante Aufstellort und die Montageart eine Rolle. Damit lässt sich bereits vor dem Kauf klären, ob ein Elektrokamin für den vorgesehenen Raum tatsächlich geeignet ist.







