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Dienstag, Juni 25, 2024
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Unterbringung von Geflüchteten – „Die Wohnungsvermittlung ist schwierig“

Es waren und sind besondere Herausforderungen, die Konrad Sommer in diesem Jahr zu bewältigen hat. Der Integrationsbeauftragte der Stadt Hockenheim kümmert sich um die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten und erlebt vor allem mit dem Zustrom von Menschen aus der Ukraine in diesem Jahr eine Ausnahmesituation. „Wir waren zwischen März und Juni unter der Woche eigentlich den ganzen Tag mit der Vermittlung von Ukrainerinnen und Ukrainern beschäftigt. Um die anderen Geflüchteten haben wir uns am Wochenende gekümmert“, erzählt er.

Sommer arbeitet seit April 2021 als Integrationsbeauftragter für die Stadt, zuvor hat er seit 2015 das Asylnetzwerk in Hockenheim mit aufgebaut.

Jobvermittlung und Kommunikation „Am wichtigsten ist eine geregelte Tagesstruktur“, ist er überzeugt. „Deswegen kümmern wir uns sehr intensiv um die Vermittlung von Arbeitsplätzen.“ Durch eine enge Zusammenarbeit mit den weiteren Flüchtlingsverbänden im Ort und im Kreis hat er viele Kontakte, die bei den unzähligen kleinen Problemen, die immer wieder auftauchen, weiterhelfen können. „Kommunikation ist essenziell“, meint Sommer, und erzählt von zwei ukrainischen Frauen, die sich nun gegenseitig helfen können, nachdem er sie nach mehreren Gesprächen mit einer deutschen Unterstützerin zusammenbringen konnte.

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Schwierig gestaltet sich die Wohnungsvermittlung für Geflüchtete. „Wir waren sehr erstaunt und positiv überrascht davon, wie viel freier Wohnraum auf einmal aufgetaucht ist, als die Flüchtlingswelle aus der Ukraine losging. Allerdings bekommen wir leider auch immer wieder die Nachricht, dass ‚wir ja nicht dran denken sollen, diese Wohnungen danach Geflüchteten aus anderen Ländern wie Syrien oder Eritrea zur Verfügung zu stellen‘. Eine leider häufig zu findende Einstellung“, berichtet er bedauernd. Dennoch hat Hockenheim hier einzigartiges geleistet: Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis hat es Hockenheim als einzige Kommune – natürlich nur möglich durch die Unterstützung der Mitbürgerinnen und Mitbürger – bis heute geschafft, alle Geflüchteten aus der Ukraine in privaten Haushalten unterzubringen.

Neue Herausforderungen im Winter

„Das wird sich jedoch mit der zu erwartenden erneuten Welle an Geflüchteten im Winter nicht mehr halten lassen“, schätzt Sommer. Experten rechnen damit, dass weitere 100.000 Menschen aus der Ukraine nach BadenWürttemberg kommen, damit vermutlich auch 100 bis 120 Personen nach Hockenheim. „Für diese Menschen haben wir keine ausreichende Anzahl privat vermittelbarer Plätze mehr, wir arbeiten hier gerade an möglichen Lösungen.“

Ohne die freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeit von Hockenheimerinnen und Hockenheimern und die vielen Spenden wäre dies jedoch alles nicht möglich. „Es gibt hier viele engagierte Menschen, die sich sehr stark für die Geflüchteten einsetzen“, sagt Sommer. So war beispielsweise im Frühjahr ein Teil einer Kreisunterkunft im Pfälzer Ring abgebrannt, davon waren mehrere Flüchtlingsfamilien betroffen. Dank des Einsatzes der Eltern und Mitschüler einiger davon betroffener Flüchtlingskinder hatten die vom Brand Geschädigten innerhalb kürzester Zeit wieder eine Unterkunft und waren mit dem Notwendigsten versorgt. Und auch die enge Zusammenarbeit mit weiteren Flüchtlingsnetzwerken und sozialen Verbänden ist für Sommers Arbeit essenziell. „Einer unserer wichtigsten Partner hier ist das Deutsche Rote Kreuz, das hier quasi die praktische Umsetzung der Flüchtlingsarbeit übernimmt. Wir von der Stadt schaffen Möglichkeiten und Voraussetzungen und das DRK ist für die operative Betreuung der Geflüchteten verantwortlich.

Zwei-Personen-Job

Unterstützt wird Konrad Sommer seit einigen Monaten von Nadine Grimmig, die ebenfalls in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit tätig ist. „Ich übernehme viele verwaltungstechnische Vorgänge, Dokumentationsarbeit und Antragsverwaltung“, erzählt sie. „Außerdem halte ich immer wieder mal Vorträge für geflüchtete Personen, zuletzt in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche über Möglichkeiten zur Energieeinsparungen.“ Foto: Stadtverwaltung Setzen sich für Geflüchtete ein: Konrad Sommer und Nadine Grimmig sind die Integrationsbeauftragten der Stadt Hockenheim

Quelle: Stadtverwaltung Hockenheim

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