Ein „außergewöhnliches Wetterjahr“ – Das war 2022

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Die Sonne strahlte im zurückliegenden Jahr oft und es war oft auch sehr warm. Im Schnitt war es mit 10,5 Grad Celsius eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch war es des Öfteren sehr trocken.

Deutschland hat im Jahr 2022 einen sehr heißen und trockenen Sommer erlebt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) resultierte: “ Die langfristige Erwärmung hat sich im abgelaufenen Jahr weiter fortgesetzt … Mittlerweile ist das Temperaturniveau hierzulande gegenüber der vorindustriellen Zeit um 1,7 Grad gestiegen.“ 

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Deutlich weniger Niederschläge

Schon im März war es sehr sonnig und warm gewesen. Während der April sprichwörtlich „machte, was er will“. In Teilen des Tieflandes wurde es sehr kalt und es fiel teilweise Schnee. Dann stiegen die Temperaturen wieder rasant und es gab sonnige Ostern. Von Mai bis August schien die Sonne. Zur Sommerzeit erreichten Thermometer bis 40 Grad Celsius die Spitze. Auch der Oktober war sehr warm. Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes war 2022 das sonnenreichste Jahr seit Beginn der Messungen. Hohe Temperaturen werden von wenig Niederschlag begleitet. Gegenüber dem Jahresmittel fiel 15 Prozent weniger Regen – von Juni bis August fehlten sogar 40 Prozent des durchschnittlichen Regens. Der Regen fiel oft unregelmäßig. Teilweise staute sich das Wasser in den Wolken und übergoss sintflutartig Teile des Landes. Dies geschah beispielsweise auch in Sandhausen. Am 26. August löste sich eine große Regenzelle über 14.000 Einwohner-Gemeinde und überflutete viele Keller und sorgte für große Schäden.

Unwetter sorgte für Überflutete Straßen und Keller in Sandhausen und Umgebung. Foto: Pressemeier

Grundwasserpegel sinken

Die warmen Sommertage brachten viel Trockenheit mit sich. Insgesamt waren die Böden großräumig ausgetrocknet. Wenn es regnete, war der Boden nicht aufnahmefähig und das Wasser floss von den harten Oberflächen ab. Der DWD ergänzt: „Folglich sind die Grundwasserpegel praktisch in ganz Deutschland gesunken“. Besonders wer einen Garten oder in der Landwirtschaft tätig ist, erfährt das Wetter unmittelbar. Trockenheit in Garten und Flur erfordert zusätzliche Bewässerung. Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zeigen, dass bei Durchschnittstemperaturen um neun Grad in Deutschland jährlich etwa 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht werden. In heißen Jahren mit Temperaturen über zehn Grad sind es bis 4,8 Millionen Kubikmeter. Für 2022 liegen noch keine Daten vor. Höherer Wasserverbrauch bei niedrigen Niederschlägen und sinkenden Grundwasserreservoirs lassen größeren Aufwand der Wasserwerke erwarten – und damit steigende Wasserpreise.

Wald nimmt Schaden

Wer oftmals im Wald unterwegs ist, wird bemerkt haben, wie die Hitze und Trockenheit den Pflanzen zu schaffen macht. Wälder und Büsche sind knochentrocken und gehen ein. Die Trockenheit bewegt aber auch dazu, dass mehr Schädlinge die Bäume und Pflanzen befallen.

 

Der Wald leidet unter der Trockenheit. Foto: mr/Presssemeier

Orkane und Tornados

Nicht nur Hitze und Trockenheit waren 2022 das einzige Außergewöhnliche. Das Jahr hatte auch kräftige Stürme, gar Orkane und Tornados zu bieten. In Westdeutschland gab es mindestens sieben Tornados. Das sind kurzlebige, aber äußerst kraftvolle Windhosen. Tornados sind sehr labil und brechen nach wenigen Minuten zusammen. Sie hängen unter den Wolken eines sehr aktiven Tiefdruckgebietes. Meistens wachsen sie aus Gewitterwolken. Wenn aus einer energiereichen Wolke eine schnell drehende Windhose kommt und den Erdboden erreicht, entsteht enormer Sog. Sie hinterlassen auf jeweils wenigen hundert Metern Schneisen der Verheerung: zertrümmerte Autos, abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume.

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