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Samstag, Juli 20, 2024
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Berliner Löwe oder nur die Sau, die durch das Dorf getrieben wird?

Löwe oder Windschwein? – Das ist in Berlin die Frage. Oder war es einfach mal wieder „die Sau, die durch das mediale Dorf getrieben wurde?“ – Eine Sommerloch-Story? Die Raubtier-Suche in Berlin.

In der träge scheinenden Sommerzeit, wenn Politik und Gesellschaft zur Ruhe kommen, suchen Medien häufig nach ungewöhnlichen Geschichten, um das sogenannte „Sommerloch“ zu füllen. In diesem Jahr hat eine außergewöhnliche Suchaktion für Schlagzeilen gesorgt, der Berliner Löwe bzw. eine Löwin wurde gesucht.

„In Kleinmachnow gesuchtes Raubtier angeblich ein Wildschwein“ lautet die Schlagzeile mittlerweile. Das ZDF schreibt: „Keine akute Gefährdungslage: Berlin: Löwin ist vermutlich ein Wildschwein“. Der WDR berichtet am heutigen Samstag: „Suche nach Berliner Löwin eingestellt: Wildkatze wohl ein Wildschwein“.

Der Berliner Zoo vermisst keine Löwin. Auch sonst niemand. Wem gehört das Tier also?

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Haustier eines Mitglieds einer bekannten Berliner Großfamilie, eines sogenannten Clans?

„Firas Remmo, Sohn des bekannten Berliner Clanchefs Issa Remmo, äußerte sich in seiner Instagram-Story zur Suche nach dem Tier. „Wenn jemand etwas weiß, bitte erst mir Bescheid geben, dann führen wir die Löwin in ihr Gehege zurück, bevor irgendein Trottel sie abknallt“, hieß es in einem ersten Post. In einem weiteren schrieb Remmo: „Bitte nicht abknallen.“ berichtete die Berliner Morgenpost. Weiter heisst es: „Remmos Beiträge taugen inzwischen nur noch als kleine Randerzählung dieser fast unglaubliche Sommerloch-Geschichte, die sich letztlich als eine klassische Ente (oder eher Schwein) herausstellte.“

Die Schweizer Zeitung Blick schreibt dazu: „Gerade in Kleinmachnow mit seinen 20.000 Einwohnern, wo sich die Suche konzentriert, leben offenbar viele Reiche, die ein solches Tier hinter hohen Hecken ihrer Villen halten könnten. Darunter eben auch Halbwelt-Gestalten.“

Symbolbild Wildtiere in Berlin

Michael Grubert Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow gibt Entwarnung.

Es besteht keine Gefahrenlage so der Bürgermeister am Freitag. Kleinmachnow ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie liegt südwestlich von Berlin und östlich von Potsdam.

Etwa 30 Stunden lang hatte man in Berlin und Brandenburg nach einer Löwin gesucht, hunderte Polizisten waren deshalb im Einsatz. Am Freitag wurde jedoch Entwarnung gegeben. „Das Tier sei höchstwahrscheinlich ein Wildschwein, sagen Experten“ wie RBB24 berichtet.

Der Bürgermeister zeigte sich selbstkritisch und sagte der ARD: „Wir haben viel zu spät das Video gemeinsam ausgewertet.“ – Nach Auswertung des Videos mittels spezieller Software, steht nun fest, dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine Löwin handelt.

BILD Bericht
BR24 Bericht
Der Spiegel Bericht

Die Kreativität im Netz ließ nicht lange auf sich warten:

Berliner Löwen in Mannheim angekommen!

Memes aus dem Internet zum Thema Löwe in Berlin: Löwenschwein und andere lustige Memes kursieren aktuell im Netz.

Jeden Tag wird eine neue ´Sau durchs Dorf getrieben

In der deutschen Sprache gibt es zahlreiche Redewendungen, die Farbe in den Alltag bringen und eine Vielzahl von Situationen treffend beschreiben. Eine solche Redewendung ist „Die Sau durchs Dorf treiben“, die in den letzten Jahren vermehrt in den Medien und Gesprächen auftauchte. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser ungewöhnlichen Metapher? In unserem Bericht wollen wir Licht ins Dunkel bringen und auch die Bedeutung sowie Herkunft dieser Redewendung beleuchten.

Zur Bedeutung und Verwendung der Redensart „Die Sau durchs Dorf treiben“

„Die Sau durchs Dorf treiben“ ist eine umgangssprachliche Redensart, die eine bestimmte Handlungsweise oder Situation beschreibt. Sie wird verwendet, um zu kritisieren, wenn ein Thema oder Problem auf übertriebene und sensationsheischende Weise in der Öffentlichkeit diskutiert und ausgeschlachtet wird. Oft geschieht dies ohne die nötige Sorgfalt und Faktenprüfung, wodurch Unruhe, Panik oder Drama unnötig verstärkt werden können.

Zur Herkunft und Geschichte der Redensart „Die Sau durchs Dorf treiben“

Die Herkunft dieser Redewendung ist nicht eindeutig geklärt, doch gibt es verschiedene Theorien über ihre Entstehung. Eine davon führt zurück in die Zeit der Dorfgemeinschaften, wo Neuigkeiten und Geschichten meist mündlich weitergetragen wurden. Wurde im Dorf eine Sau durchgetrieben, konnte sich jeder Bewohner daran beteiligen und die Sau voranjagen, wodurch das Thema rasch an Aufmerksamkeit gewann. In übertragenem Sinne beschreibt die Redewendung also das rasante Verbreiten einer Sache oder einer Geschichte, ohne auf deren Wahrheitsgehalt oder Relevanz zu achten.

Beispiel aus dem Alltag

Die Redewendung „Die Sau durchs Dorf treiben“ wird häufig im Kontext von Skandalen, politischen Debatten oder sonstigen kontroversen Themen genutzt. Ein Beispiel wäre: „Die Medien haben die Affäre um Politiker X mal wieder zur Sau durchs Dorf getrieben, bevor überhaupt Fakten auf dem Tisch lagen.“

Fazit

Redewendungen wie „Die Sau durchs Dorf treiben“ bereichern unsere Sprache und verdeutlichen komplexe Sachverhalte auf anschauliche Weise. In der heutigen Zeit, in der Informationen oft schnell und unkontrolliert verbreitet werden, ist es jedoch wichtig, sensibel mit solchen Redensarten umzugehen und stets auf die Verantwortung im Umgang mit Medien und Nachrichten hinzuweisen. Die Kenntnis über die Bedeutung und Herkunft dieser Redewendung ermöglicht es uns, bewusster und reflektierter mit Sprache umzugehen und Missverständnisse zu vermeiden.

Quellen und weiterführende Informationen:

WDR: Löwin entlaufen in Berlin Kleinmachnow

ZDF: Löwin Berlin Polizei

FocusOnline: Clan-Sohn schaltet sich in Löwen-Suche ein: „Bitte nicht abknallen“

Berliner Morgenpost: Entlaufene Löwin in Berlin Brandenburg und der Remmo-Clan

FAZ: Wildtier treibt sein Unwesen: Lustiges über das „Löwenschwein“

Auch die Auslandspresse berichtete:

BBC: Berlin ‚lioness‘: Wild animal probably a boar, authorities say

Anm. d. Red.: Für eingereichte oder namentlich gekennzeichnete Beiträge sind die Verfasser verantwortlich. Form, Stil und Inhalt liegen allein in der Verantwortung des Verfassers. Die hier veröffentlichte Aussagen können daher von der Sichtweise der Redaktion oder des Herausgebers abweichen.

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