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Donnerstag, Dezember 3, 2020
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Die Wieslocher Wechselkröten am Stadtwingert

Sicherung und Ausbau des vorhandenen Wechselkröten-Biotops, beschlossene Sache. Umsetzung jedoch noch offen. Stittig dürfen auch Forderungen sein wie “Ersatz der monotonen Rasenfläche durch eine extensive Wiesennutzung”. Zumal die Wiese mitten in der Stadt doch gerne als kleines zentrales Naherholungszentrum dient. Man sieht Familien picknicken, Kinder spielen, oder Einzelpersonen und Pärchen, die auf der Wiese liegen und enwas Sonne tanken, Ruhe finden. Spaziergänger schländern durch den Park und laufen über die Wege am Stadtwingert. Gönnen sich beim Gassigehen eine Pause auf einer der Parkbänke. Oder nehmen auf der Mauer des Brunnens platz.

Im Gerbersruhpark findet man die eher die schattigen Plätze, dort sieht man auch oft Familien mit Kleinkindern. Ein Freizeitangebot findet sich auch am benachbarten Minigolfplatz, wo man sich auch beispielsweise mit einem Getränk oder einem Eis belohnen kann. Somit eine kleine Freizeitanlage für die Menschen im Herzen Wieslochs. Aber auch ein Kleinod für die Tierwelt. Die Mischung nun gut auszutarieren ist nun die Aufgabe der Bürger und deren Interessenvertreter im Gemeinderat und der Verwaltung. Es gilt eine zufriedenstellende Sanierung auf die Beine zu stellen.

“Ersatz der monotonen Rasenfläche durch eine extensive Wiesennutzung” so die Forderung der Fraktion “Die Grünen” d.h. keine Wiese mehr?

Eine weitere Forderung “der Grünen”: “Bereitstellung einer Fläche für Urban Gardening”. Die RNZ berichtet: “Gabi Lachenauer (Grüne) bot an, dass der Verein “Bündnis für Demokratie und Toleranz” die pflegerische Patenschaft für den Kräutergarten – sollte er überhaupt entstehen – übernehmen würde.” Fraglich ob ein solcher Verein, dessen Kompetenz sicher nicht das Gärtnern ist, überhaupt für eine solche Aufgabe geeignet wäre? Auch gäbe es wohl geeignetere Orte für den Gemüseanbau.

Die Wieslocher Wechselkröten

Die Kröten fühlen sich sichtlich wohl und ob große Veränderungen aus Sicht der Kröten eher störend oder doch notwendig wären bleibt fraglich (-;

Die Wasserbecken der Springbrunnenanlage bieten für den streng geschützten Wechselkröten ein Zuhause.

In der Vergangenheit hatten auch Gemeinderatsfraktionen beispielsweise der “Aktionstag der CDU Rhein-Neckar” statt. „Tu was für Deinen Ort“ war damei das Motto. Man ging u.a. mit dem Hochdruckreiniger ans Werk.

In einer Stellungnahme zum Antrag “Umgestaltung der Stadtwingertanlage” der SPD-Fraktion heisst es… 1. Sicherung und Ausbau des vorhandenen Wechselkröten-Biotops:

Natürlich haben wir eine Fürsorge für diese Kröten, die dort schon seit vielen Jahren an den Springbrunnen ablaichen. Diese Möglichkeit muss es auch weiterhin geben. (Ursprünglich ist nicht genau nachvollziehbar, woher diese kommen, es liegt nahe, dass sie aus dem Gebiet der Deponie kommen und hierher jährlich ihren Weg finden). Aber wir müssen, in die Zukunft gedacht, uns überlegen welchen Platz wir ihnen dazu anbieten. Müssen es diese 4 großen Becken mit Wasserfontänen sein, die altersbedingt sehr hohe bauliche und technische Mängel aufweisen und die nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand saniert werden können? Oder geht das auch anders? Nur zum Ablaichen genügt auch ein anderes Gewässer (ja, sogar nur ein Tümpel)! Diese Frage muss unserer Meinung nach auch in ein Konzept für die Umgestaltung aufgenommen werden, das uns nochmals zur Abstimmung vorgelegt werden muss.

2. Ersatz der monotonen Rasenfläche durch extensive Wiesennutzung

Zunächst einmal spricht nichts gegen eine Umgestung und Aufwertung des Stadtwingerts. Auch meine Fraktion sieht darin eine Möglichkeit diese Parkanlage der Öffentlichkeit noch näher zu bringen und wünscht sich eine stärkere Annahme dieser Grünanlage als Naherholungsraum Dies kann nur geschehen durch eine Umwandlung der jetzigen Grünanlage z. B. durch insektenfreundliche Staudenpflanzungen, die Bienen, Insekten ,Schmetterlinge und Vögel ( Wiesenbrüter) dort anlocken und verweilen lassen. Neben solchen Staudenpflanzen haben wir dort oben noch die Möglichkeit, Blühstreifen und Wildblumenwiesen in einzelnen Flächen auszuweisen.
Für uns heißt es aber nicht, dass die dortige große Rasenfläche insgesamt zu solch einer Wiese umgewandelt werden muss.
Durch die Wege in der Anlage, die unbedingt erhalten werden müssen, wird diese ja schon in Einzelflächen unterteilt. Es wäre auch zu prüfen, ob man nicht den unteren Teil, also der Teil, in dem die 4 Becken mit Springbrunnen sind, (unterhalb der großen Weg-Querverbindung) als Wildblumenwiese anlegt. Auch bat ich in der vorausgegangenen T+U Sitzung vor 2 Wochen zu prüfen, ob nicht der gegenüberliegende Grünstreifen des Gerbersruhparks, entlang des Rad-Fußweges als Wildblumenstreifen angelegt werden kann.

3. Bereitstellung einer Fläche für Urban Gardening

In diesem Teil verlangt der Antragsteller in der Stadwingert-Anlage ein bestimmte Fläche für Urban Gardening auszuweisen. Ohne allerdings dafür ein konkretes Konzept vorzulegen. Die Beispiele von  solchen Projekten aus anderen Kommunen, auf die im Antrag hingewiesen wird,  helfen hier nur bedingt weiter. Sie zeigen nur auf, wie es funktionieren kann. Bei genauerer Betrachtung gibt es hier aber immer Initiatoren, die das Urban Gardening angeregt, vorangetrieben, in beratender Funktion begleitet und auch bei der Umsetzung mitgewirkt haben. Und diese Initiativen gingen oft von Bürgerinnen und Bürgern oder Gruppen aus.
Dies fehlt konkret im vorliegenden Antrag für Wiesloch. Nur irgendwo im Stadtgebiet dafür eine Fläche auszuweisen und dann zu glauben, “da findet sich schon jemand” genügt nicht. Zur Verwirklichung braucht es mehr, so etwas muss aus der Bürgerschaft kommen (die Stadt wird so etwas nicht übernehmen können) und von dieser auch vorangetrieben und bekannt gemacht werden. Hier sind wir der gleichen Meinung wie die Verwaltung. Erst wenn ein Konzept zur Umsetzung dieser begrüßenswerten Idee des Urban Gardening vorliegt, sollte  in Übereinstimmung mit der Verwaltung eine geeignete Fläche im Stadtgebiet gesucht und ausgewiesen werden können. Nur dann wird es gelingen, Menschen in unserer Stadt zum gemeinsamen Gärtnern zusammen zu bringen, dessen soziokulturellen Aspekt wir sehr hoch einschätzen.

Zitatende.

Einige Fotos der Wieslocher Wechselkröten:

Test und Fotos: Robert Pastor / Rhein-Neckar-Aktuell by Pressemeier.de

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