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Montag, März 1, 2021
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Walldorf bleibt Fairtrade-Stadt

Siegelerneuerung für weitere zwei Jahre – Mitmacher willkommen

Walldorf darf zwei weitere Jahre den Titel einer „Fairtrade-Stadt“ führen. Die am 15. Januar 2021 ausgestellte Urkunde des TransFair e. V. bestätigt, dass Walldorf sich erfolgreich für den Fairen Handel eingesetzt hat und alle Kriterien einer Fairtrade-Stadt erfüllt hat.

Am 15. Januar 2017 erhielt Walldorf die Auszeichnung zum ersten Mal. Damals fand die Aufnahme in die Riege der Fairtrade-Städte im Rahmen des Neujahrsempfangs statt. Die nächste Siegel-erneuerung folgte im üblichen Zwei-Jahres-Turnus im Januar 2019 und nun im Januar 2021. Dass bei Sitzungen städtischer Gremien Kaffee und Tee nur aus fairem Handel ausgeschenkt werden, ist inzwischen selbstverständlich. Mit dem Walldorfer Apfelsaft, der dank begeisterter Apfelpflücker entsteht, hat Walldorf ein Getränk, das nicht lokaler sein könnte. In Walldorfer Geschäften und der Gastronomie gibt es eine immer reichhaltigere Palette an Produkten aus fairem Handel und die Fairtrade-Steuerungsgruppe initiiert Veranstaltungen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern. Alles Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fairtrade-Siegelerneuerung.

Bürgermeisterin Christiane Staab und die Fairtrade-Steuerungsgruppe freuen sich über die erneute Re-Zertifizierung ganz besonders. Denn der Ausbruch der Corona-Pandemie und deren Folgen stellten und stellen auch für die Walldorfer Fairtrade-Aktivitäten eine große Hürde dar. „Dass wir erneut die Urkunde erhalten haben, ist eine wunderbare Bestätigung des nicht nachlassenden Engagements aller Beteiligten auch unter erschwerten Bedingungen, für das ich allen sehr, sehr herzlich danke“, erklärt Bürgermeisterin Christiane Staab. Die Mitglieder der Fairtrade-Gruppe konnten sich bisher, wie Wirtschaftsförderin Susanne Nisius berichtet, nur in einem Online-Treffen gemeinsam über die Siegelerneuerung freuen und vorsichtig Pläne für 2021 schmieden.

Faire Woche 2021 in Planung

Großer Wunsch ist, sich wieder an der bundesweiten Fairen Woche zu beteiligen, die vom 10. bis 24. September stattfinden wird. Diese steht unter dem Motto „Menschenrechte weltweit“. Der „Walldorfer Apfeltag“ und die „Walldorfer Einkaufsnacht“ könnten wieder miteingebunden werden, wenn alles gut läuft. Sobald der Schulbetrieb sich wieder normalisiert hat, will die Gruppe auch verstärkt ihre Aktionsmaterialien bewerben, die man sich für eigene Veranstaltungen ausleihen kann. Dazu gehört die „Festtafel: Eine Welt“, die schon im Rathaus, in der Sparkasse, der Volksbank sowie in Schulen und Kirchen stand und dazu einlädt, auf unterschiedlich hohen Stühlen Platz zu nehmen. Sie stehen für verschiedene Länder und deren ungleiche Lebenserwartungen. Auch Riesenfüße kann man sich ausleihen. Wer ihnen folgt und den dazugehörigen Fragenkatalog beantwortet, erfährt einiges über den eigenen ökologischen Fußabdruck. Zum Thema Textilien gibt es T-Shirts, die mit Informationen bedruckt sind. Alles Denkanstöße, aus denen sich viele Aktionen ergeben können. Wichtig ist der Fairtrade-Gruppe, nach wie vor nicht nur fair gehandelte Produkte in den Fokus zu rücken, sondern auch regionale Angebote und biologisch angebaute Lebensmittel. 2020 ist daher die zweite Auflage des „Walldorfer Fairführers – Ganz.Schön.Fair.“ herausgekommen für bewusstes Einkaufen vor Ort. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden in der Neuauflage auch Reparaturbetriebe und Änderungsschneidereien mitaufgenommen. Der Einkaufswegweiser wurde während der Fairen Woche auf dem Wochenmarkt verteilt. Als zusätzliches „Lockmittel“ gab es fair gehandelte Bananen. In kürzester Zeit waren 25 Kilo Bananen an die Frau und den Mann gebracht und viele Gespräche geführt. Da die Geschäfte im September 2020 geöffnet waren, beteiligten sich auch einige an der Fairen Woche und stellten Produkte im Sinne von „Ganz.Schön.Fair.“ vor. Für September 2021 hofft die Gruppe auch wieder auf solche unterstützenden Aktionen, die Fairtrade ins Bewusstsein rücken. Während der Fairtrade-Stand 2019 auf dem Weihnachtsmarkt noch viele Besucherinnen und Besucher anlockte und die selbstgebackenen, natürlich fairen Elisenlebkuchen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln weggingen, gab es coronabedingt 2020 keinen Weihnachtsmarkt. Für 2021 hoffen nun alle auf eine Fairtrade-Weihnachtsmarkthütte, denn bei einer wärmenden „Suppe mit Geheimnis“ oder einem fairen Punsch kommt man ins Gespräch und kann den einen oder anderen Funken entzünden und neue Mitmacher finden.

Begeistert sein und mitmachen

„Wir sind darauf angewiesen, möglichst viele Menschen in Walldorf für unsere Anliegen und Ideen zu begeistern. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, weiß Thomas Bensch, Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe. Wer Interesse hat, kann sich auch nur zeitlich begrenzt für ein bestimmtes Herzensprojekt einbringen. „Wie wichtig für uns alle Fairness in jeder Beziehung ist, hat das vergangene Corona-Jahr überaus deutlich gezeigt. Lassen Sie uns in diesem Sinne auch gemeinsam den Fairen Handel voranbringen für mehr Fairness gegenüber Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns“, lautet der Appell der Fairtrade-Steuerungsgruppe. 

Weitere Informationen:

www.ganz-schoen-fair.de

Kontakt: Thomas Bensch, Sprecher der Steuerungsgruppe, Tel. (0 62 27) 20 09

Stadt Walldorf, Susanne Nisius,
Tel. (0 62 27) 35-10 20

Auf der Suche nach dem ökologischen Fußabdruck – hier vor dem Rathaus während der Fairen Woche 2020 (Foto: Pfeifer)

Quelle: Stadtverwaltung Walldorf

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