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Mittwoch, Oktober 5, 2022
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Vier Gemeinden – fünf Tage – ein Impfzentrum

Die nächsten Tage steht Wiesenbach ganz im Zeichen des Impfens gegen Corona: am heutigen Freitag startet das lokale Impfzentrum in der Biddersbachhalle, zu der ein Impfteam des Rhein-Neckar-Kreises entsandt wurde, mit 140 Impfdosen für die Gemeinde Bammental. An den Folgetagen sind Wiesenbach, Neckargemünd und Lobbach dran. Abschließend konnte aufgrund der höheren Bevölkerungszahl für Neckargemünd noch ein zweiter Impftag eingerichtet werden. Insgesamt 700 Impfdosen der Fa. Moderna werden an diesen Tagen verimpft – pro Tag jeweils 140.

Zum Beginn der Aktion haben sich die vier Bürgermeister der beteiligten Gemeinden vor Ort informiert. „Interkommunale Zusammenarbeit vom Besten“, freut sich Bürgermeister Frank Volk. „Die Stadt Neckargemünd hat einen Großteil der Logistik übernommen, schließlich haben wir hier schon viel Erfahrung mit dem Betrieb der mobilen Teststation am Neckargemünder Rathaus.“ Bürgermeister Eric Grabenbauer, der „Hausherr“ der Biddersbachhalle, zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden: „Was wir da gemeinsam und in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben, bringt uns ein Riesenstück weiter in der Impfkampagne.“ Alle vier Gemeinden hatten im Vorfeld der Impftage viel Zusatzarbeit zu bewältigen: es galt, alle älteren Einwohnerinnen und Einwohner über 70 Jahren anzuschreiben, aus den Rückläufen die Impftermine nach Alter zu vergeben sowie den gesamten Schriftaufwand und die Online-Anmeldungen der Impflinge zu managen. Zusätzlich mussten Helfer für die Anmeldung und Besucherlenkung organisiert werden. „Dabei konnten wir auf viele Freiwillige aus unseren Verwaltungen und den lokalen Feuerwehren zurückgreifen. Das hat uns sehr geholfen“ erläutert Bürgermeister Edgar Knecht aus Lobbach. Auch der Bammentaler Bürgermeister Holger Karl steht vor Ort seinem Team und seinen Bammentalerinnen und Bammentalern bei, die zur Impfung gekommen sind: „Es tut sehr gut zu wissen, dass wir mit der heutigen Impfaktion dafür sorgen können, dass unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die vom Corona-Virus am stärksten bedroht sind, zum Großteil nun geschützt sind“. Entsprechend dankbar sind die vier Bürgermeister dem Rhein-Neckar-Kreis, der mit dem Angebot der lokalen Impfaktion einen wichtigen Baustein zum Schutz der Bevölkerung in der Region beigetragen hat. Ein dickes Dankeschön richteten die Bürgermeister auch an das DRK Neckargemünd-Wiesenbach, allen voran Alexandra Erni, die mit ihrem Team den Sanitätsdienst an den Impftagen übernommen hat – und natürlich an die zahlreichen Helfer der Bauhöfe, der Verwaltungen und der freiwilligen Feuerwehren. „Und dass die drei kleineren Gemeinden, deren Impfkontingente zwar fast komplett ausgebucht waren, ihre noch übrigen rund 30 Plätze uns Neckargemündern überlassen haben, ist sehr großzügig und wir sind sehr dankbar dafür“ hebt Bürgermeister Frank Volk im Gespräch mit seinen Bürgermeisterkollegen hervor.

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Bürgermeister Frank Volk, bekanntermaßen als ehemaliger Banker ein großer Freund von statistischen Auswertungen, ergänzt die wichtigsten Eckdaten für Neckargemünd: Regina Watzelt, die städtische Seniorenbeauftragte, hat insgesamt 2.521 Neckargemünderinnen und Neckargemünder angeschrieben – die Gesamtzahl aller Einwohner über 70 Jahren. Davon kamen insgesamt 1.623 = 64,38 % Rückmeldungen: 813 Personen, d.h. 50,09 % der Antwortenden bzw. 32,25 der gesamten Personenzahl waren schon geimpft. 284 Personen, d.h. rund 17,5 % der Rückläufer bzw. 11,2 % der Angeschriebenen hatten einstweilen über die Kreisimpfzentren bzw. das zentrale Impfzentrum Heidelberg oder die Hausärzte einen Impftermin erhalten. Insgesamt 32 x, das entspricht 1,97 % bzw. 1,27 % gesamt kam die Anwort, man wolle nicht geimpft werden. 496 Rückmelder, also rund 30,56 % bzw. 19,67 % der Gesamtzahl aller Einwohner, wollten sich bei der angebotenen Impfkampagne in Wiesenbach impfen lassen. „Das heißt, in Neckargemünd wurden, grob gesagt, etwa doppelt so viele Wünsche nach Impfungen ausgesprochen als wir mit der Impfaktion decken können. Allerdings hat sich bei der Abarbeitung der Impfzusagen und Wartelisten deutlich gezeigt, dass der Anteil der Hausärzte, die vor wenigen Tagen mit dem Impfen beginnen konnten, bereits deutlich spürbar war. Viele Hausärzte hatten ihre Patienten bereits kontaktiert und ihnen Impftermine angeboten.“ „Entsprechend aufwändig war es, die zurückgegebenen Impfplätze mehrfach weiter zu vermitteln“, berichtet Regina Watzelt aus ihren Erfahrungen der letzten Tage. „Aber wir freuen uns natürlich darüber, denn so können wir dafür sorgen, dass wir noch mehr Per-sonen aus der Warteliste eine Impfung anbieten konnten.“

Dazu: Foto des Pressetermins 16.04.

Quelle: Stadtverwaltung Neckargemünd

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