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Donnerstag, Mai 23, 2024
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Das Handwerk – Die Wirtschaftsmacht von Nebenan – Forderung an die Politik

Über 130 Berufe bietet das Handwerk – Viele davon zeigen Solidarität mit den Bauern – denn auch das Handwerk steht vor politisch gemachten Herausforderungen und Problemen.

Das deutsche Handwerk gilt als ein zentraler Pfeiler der deutschen Wirtschaft und spielt eine bedeutende Rolle in verschiedenen Branchen. Es umfasst eine breite Palette von Berufen und Gewerken, von traditionellen Handwerksberufen wie Schmieden, Tischlern und Bäckern bis zu modernen Bereichen wie Informationstechnologie und Dienstleistungen. Das Handwerk zeichnet sich durch eine hohe Qualität, Fachkompetenz und oft eine langjährige Tradition aus.

In Deutschland gibt es zahlreiche Handwerksbetriebe, die in unterschiedlichen Gewerken tätig sind. Viele Handwerker absolvieren eine Ausbildung in ihrem spezifischen Bereich und erwerben dabei sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fertigkeiten. Das duale Ausbildungssystem, das Theorie und Praxis miteinander verbindet, spielt dabei eine zentrale Rolle.

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Das deutsche Handwerk hat nicht nur eine ökonomische Bedeutung, sondern auch eine starke gesellschaftliche Wertschätzung. Es prägt das Bild der lokalen Gemeinschaften und trägt zur Vielfalt und Innovation in der deutschen Wirtschaft bei. Handwerksbetriebe reichen von kleinen Familienunternehmen bis zu größeren Betrieben, und sie sind in nahezu allen Wirtschaftssektoren vertreten.

Die handwerkliche Tradition und das Streben nach Qualität haben das deutsche Handwerk zu einem international anerkannten Markenzeichen gemacht. Das Zusammenspiel von Innovation, Präzision und Handwerkskunst spiegelt sich in Produkten und Dienstleistungen wider, die weltweit geschätzt werden.

Der „Tag des Handwerks“ ist in Deutschland ein jährlich stattfindender Aktionstag, der darauf abzielt, die Bedeutung des Handwerks in der Gesellschaft zu betonen und das Handwerk in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Der Tag des Handwerks findet in der Regel im September statt, genauer gesagt am dritten Samstag im Monat.

Während dieses Tages organisieren Handwerksbetriebe in ganz Deutschland verschiedene Veranstaltungen, um ihre Türen für die Öffentlichkeit zu öffnen. Das Ziel ist es, Einblicke in die Vielfalt der handwerklichen Berufe zu geben, das Interesse junger Menschen am Handwerk zu wecken und das Handwerk als wichtigen Wirtschaftsfaktor zu würdigen.

„Wir machen, was unser Land ausmacht“ war das Motto des „Tag des Handwerks 2023“.

Handwerkerinnen und Handwerker sind für die Zukunft unseres Landes unverzichtbar. Darauf machte das deutsche Handwerk am 17. September 2022 mit pointierten Anzeigen und einer Aktion im Berliner Regierungsviertel aufmerksam. Mit einem Spreefloß fuhr „das Handwerk“ am Bundestag vorbei (siehe Titelfoto).

Kanzler Scholz, Wirtschaftsminister Habeck und Finanzminister Lindner sitzen in einem Boot, mit Paddeln in der Hand. Scholz, Habeck und Lindner sitzen hinten im Boot – vorne sitzt eine Handwerkerin, sie steuert das Boot. Sie ist der Steuermann bzw. die Steuerfrau. Auf einem Banner steht geschrieben: „Volle Fahrt geht nur mit uns! – Das Handwerk“.

In der Schifffahrt bezeichnet der Steuermann die Person, die für die Steuerung des Schiffes verantwortlich ist. Der Steuermann arbeitet eng mit dem Kapitän zusammen und setzt dessen Anweisungen um. Er ist für die Navigation, das Steuern des Schiffs und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften verantwortlich. Außerhalb von Transport- oder Maschinenkontexten kann der Begriff auch metaphorisch verwendet werden, um eine Person zu beschreiben, die die Kontrolle über eine Situation hat oder führend ist.

Es ist Zeit, zu machen: Anpacken statt ankündigen muss zum politischen Vorsatz für das Jahr 2024 werden, fordert ZDH-Präsident Jörg Dittrich im Interview mit der „Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ)“.

„Der Politik ist es nicht gelungen, Verlässlichkeit und Planbarkeit herzustellen. Das zeigen auch die aktuellen Proteste. Dies aber ist Grundlage für Vertrauen in politisches Handeln. Die Betriebe und deren Beschäftigte erwarten entschlossenes Krisenmanagement und zukunftsorientierte Standortsicherung. Doch was sehen wir? Ich warte immer noch auf den von Bundeskanzler Scholz angekündigten Deutschland-Pakt. Der ist nötig, denn Deutschland kann im Wettbewerb der Standortfaktoren nicht mehr mithalten. Da muss etwas passieren. Auch die jüngsten Beschlüsse zum Haushalt ändern nichts daran.“, so Dittrich.

Wie man bei den Bauernprotesten sehen konnte, ist es auch ein Handwerkerprotest. Noch sind es nur einzelne Handwerker, die sich aktiv beteiligen, bei Demonstrationszügen oder Solidaritätsbekundungen. Noch haben die Handwerksverbände zu keinen größeren Protestaktionen aufgerufen. Was wohl aber nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

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Die Herausforderungen für das deutsche Handwerk sind vielfältig und können als Bedrohungen für die Branche wahrgenommen werden. Einige der möglichen Gefahren und Herausforderungen sind:

  1. Fachkräftemangel: Das Handwerk ist in vielen Bereichen auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Der demografische Wandel und ein möglicher Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften könnten die Leistungsfähigkeit des deutschen Handwerks beeinträchtigen. Daher wäre es dringend notwendig, Ausbildungsinitiativen zu starten und Ausbildungsbetriebe zu unterstützen.
  2. Digitalisierung: Die fortschreitende Digitalisierung kann für einige traditionelle Handwerksbetriebe eine Herausforderung darstellen. Neue Technologien und automatisierte Prozesse könnten traditionelle Arbeitsweisen verändern und erfordern Anpassungen oder Weiterbildungen. Doch in vielen Bereichen bleibt es dabei. Handwerk ist Handwerk.
  3. Konkurrenz durch Großunternehmen: In einigen Branchen des Handwerks stehen kleinere Betriebe der Konkurrenz durch größere Unternehmen gegenüber. Diese können oft kosteneffizienter arbeiten und haben mehr Ressourcen für Marketing und Technologie. Der europäische Binnenmarkt veränderte z.B. den deutschen Bausektor massiv. Billiglohnarbeiter vorwiegend aus Osteuropa waren die Folge. Deutsche Bauunternehmen gingen reihenweise pleite in den letzten Jahrzehnten.
  4. Regulatorische Hürden: Veränderungen in der Gesetzgebung, insbesondere in Bezug auf Umweltauflagen oder Bauvorschriften, können zusätzliche Belastungen für Handwerksbetriebe darstellen.
  5. Globalisierung: Die Globalisierung ermöglicht es ausländischen Unternehmen, auf dem deutschen Markt zu agieren. Dies kann zu verstärktem Wettbewerb führen und lokale Handwerksbetriebe unter Druck setzen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind Anpassungsfähigkeit, Investitionen in Ausbildung und Technologie sowie eine aktive politische Unterstützung entscheidend. Es gibt auch viele positive Beispiele von Handwerksbetrieben, die sich erfolgreich an neue Gegebenheiten angepasst haben und weiterhin florieren.

Hier sind einige allgemeine Beispiele für regulatorische Hürden aus Brüssel, die deutsche Handwerker betreffen könnten:

  1. Umweltauflagen: Die EU erlässt verschiedene Umweltauflagen, um Umweltschutzstandards zu verbessern. Dies könnte für Handwerksbetriebe zusätzliche Anforderungen und Kosten für die Entsorgung von Abfällen oder die Einhaltung bestimmter Emissionsstandards bedeuten.
  2. Arbeitsschutzvorschriften: Die Europäische Union setzt Standards für den Arbeitsschutz, die auch für Handwerksbetriebe gelten. Dies kann zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit am Arbeitsplatz und Schulungen für Mitarbeiter bedeuten.
  3. Produktstandards und Zertifizierungen: Wenn Handwerksprodukte international gehandelt werden, müssen sie oft bestimmten EU-Normen und Zertifizierungen entsprechen. Dies kann zusätzliche Kosten für die Anpassung von Produkten und die Einhaltung der Standards bedeuten.
  4. Energieeffizienzvorschriften: Die EU setzt Richtlinien zur Förderung der Energieeffizienz, was für Handwerksbetriebe zusätzliche Anforderungen an die Effizienz von Gebäuden und Maschinen bedeuten könnte.
  5. Datenschutzvorschriften: Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat die EU strenge Datenschutzbestimmungen eingeführt, die für Unternehmen, einschließlich Handwerksbetriebe, gelten. Dies kann zusätzlichen Verwaltungsaufwand und Anpassungen in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten bedeuten.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Vorschriften oft darauf abzielen, gemeinsame Standards für den Binnenmarkt zu schaffen und den Schutz von Verbrauchern, Arbeitnehmern und der Umwelt zu gewährleisten. Dennoch können sie für kleinere Handwerksbetriebe zusätzlichen administrativen Aufwand und Kosten bedeuten.

Quellen und weiterführende Informationen:

ZDH: Deutschlands Zukunft braucht ein starkes Handwerk

ZDH: Die Regierung muss ins Machen kommen!

ZDH: Die Belastungen müssen runter, und zwar massiv

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