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Freitag, Juni 14, 2024
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Der Faschingsumzug in Heidelberg – So viel los war lange nicht mehr

Der Heidelberger Umzug ist nun vorbei. Beim gestrigen 175-jährigen Jubiläum des Heidelberger Fastnachtszuges, bot das Wetter strahlende Sonne und frühlingshafte Temperaturen von 17 Grad.

Mehr als 100.000 Besucher nahmen am Umzug teil

Laut Polizeiangaben versammelten sich etwa 150.000 Menschen für den Umzug in die Heidelberger Innenstadt. Das frühlingshafte Wetter und die lange Corona-Pause veranlassten die Menschen das Kultfest wieder richtig aufzuleben. Das kam auch an. Im Vergleich: Am Fastnachtsumzug im Jahr 2020 nahmen nur etwa die hälfte davon teil. Dies lässt sich aber auch durch den regnerischen Tag begründen.

Der Bereich um den Bismarckplatz, einschließlich der Bergheimer Straße und im Anfangsbereich der Hauptstraße, war bis zur letzten Ecke voll. Der Abschnitt war währenddessen für den Autoverkehr abgesperrt.

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Südtiroler boten die größte Show 

Für viel Aufsehen sorgten die „Perkeos Maschggra“. Sie stammen aus dem Dorf Salurn, welches das südlichste Dorf in Südtirol ist. Salurn ist die Heimatstadt von Perkeo, der für seine Rolle als Hüter des Großen Fasses in Heidelberg bekannt ist und zur Symbolfigur der Heidelberger Fastnacht geworden ist. Mit ihren selbstgebastelten Figuren, die mehr als drei Meter hoch, 22 Kilogramm schwer und mit beweglichen Kiefern ausgestattet waren, boten Sie die die Hauptattraktion am Dienstagmittag. Ihre Kiefern klapperten laut, wenn sie das Maul auf- und zuschnappen ließen. Fröhlich klapperten sie umher, galoppierten ins Publikum und sorgten für eine einmalige Stimmung. Die Ziegelhäuser waren auch in diesem Jahr wieder eine besondere Attraktion und bringen ordentlich Stimmung mit. Ob es die Hexen aus dem Stadtteil sind, die mit ihren Kostümen für Aufsehen sorgen, das Petersdäler Bergvolk, das in Rot gekleidet für ein Feuerwerk der Farben sorgt oder Alexander Föhr, der Bald-Bundestagsabgeordnete und Präsident der Ziegelhäuser Karnevalsgesellschaft (ZKG). Auch der Oberbürgermeister Eckart Würzner, der auf dem ZKG-Elferratswagen mitfuhr, verteilte kleine Prosecco-Fläschchen an die Zuschauer. Die Zuschauer wurden zudem von der stimmungsvollen Musik der „Knöllsche“ von der Karnevalsgesellschaft der Polizei richtig in Tanzlaune versetzt.

Wieder reichlich Süßigkeiten für die Kinder

Fasching und Karneval sind für Kinder nicht nur wegen der bunten Kostüme, sondern auch wegen der leckeren Süßigkeiten eine besonders spannende Zeit. In vielen Regionen, wie bei uns auch, ist es Brauch, dass beim Faschingsumzug Süßigkeiten und andere kleine Geschenke an die Kinder verteilt werden. Dabei sind klassische Bonbons, Gummibärchen, Schokolade oder auch Luftballons sehr beliebt. Für die Kinder was es auch dieses Jahr wieder es ein besonderer Spaß, diese süßen Leckereien zu sammeln und nach dem Faschingsumzug zu naschen.

Thema „The 80s“ am Faschingsumzug

Der Kleidungsstil war dieses Jahr sehr eindeutlich. Die 80er Jahre waren eine Zeit des Wandels und der bunten Mode, und auch beim Fasching spiegelte sich dies wider. Zu dieser Zeit waren typische Kostüme für Karneval und Fasching zum Beispiel die berühmten Aerobic-Outfits mit bunten Leggings und Stirnbändern. Auch Popstars wie Madonna oder Michael Jackson waren sehr beliebt als Vorlagen für Kostüme. Ein weiterer Trend waren Kostüme im Stil der bekannten Fernsehserien wie „Miami Vice“ oder „Dallas“. Daneben gab es auch viele weitere originelle Kostüme, die den Zeitgeist der 80er Jahre aufgriffen, wie zum Beispiel Verkleidungen als „Pacman“ oder besonders beliebt bei den Kindern, als legendäre Videospielfiguren wie „Super Mario“. Auch die Musik der 80er Jahre, wie zum Beispiel der Synthie-Pop von Bands wie Depeche Mode oder A-ha, inspirierte viele Karnevalsfans zu Kostümen und Tanzeinlagen. Kurz gesagt: Die 80er Jahre waren eine aufregende Zeit für den Fasching und boten viele kreative Möglichkeiten für ausgefallene Kostüme.

Umzüge verliefen großteils friedlich

Polizei zieht positive Bilanz aus der Fastnachtszeit – Die Polizei berichtet:

Am heutigen Aschermittwoch lässt sich auf die Fastnachtszeit zurückblicken, die gestern im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim mit dem Fastnachtszug in Heidelberg und dem Straßenfasching in der Mannheimer Innenstadt ein närrisches Ende fand.

Heidelberg > In Heidelberg nahmen mehrere zehntausende Menschen entlang der Aufzugsstrecke durch Bergheim und der Heidelberger Altstadt bis zum Marktplatz am Fastnachtszug teil. Im Rahmen der Feierlichkeiten auf dem Marktplatz und in den umliegenden Seitenstraßen ereigneten sich verschiedene Straftaten. Hierbei wurden unter anderem sechs Körperverletzungsdelikte, zwei Widerstandshandlungen bzw. tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte und Vollstreckungsbeamtinnen sowie zwei Sachbeschädigungen zur Anzeige gebracht und mehrere Platzverweise ausgesprochen. Der Umzug im Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen wurde von circa dreitausend Personen in friedlicher Atmosphäre besucht.

Mannheim > In Mannheim erfreuten sich mehrere tausende Besucherinnen und Besuchern an der Straßenfastnacht und den Faschingsumzug in Sandhofen. Auch hier kann, abgesehen von den wenigen polizeilich relevanten Nebenerscheinungen, von friedlichen Veranstaltungsabläufen gesprochen werden. In der abschließenden Einsatzbilanz der Straßenfastnacht in der Mannheimer Innenstadt sind eine versuchte gefährliche Körperverletzung und mehrere kleinere Streitigkeiten zu verzeichnen. Die Umzüge in den Stadtteilen Sandhofen und Neckarau verliefen ohne nennenswerte Störungen.

Rhein-Neckar-Kreis > Im Rhein-Neckar-Kreis fanden ebenfalls mehrere friedlich verlaufende Umzüge und Karnevalsveranstaltungen statt. In Malsch fanden sich einige tausend Karnevalsfreudige zusammen sowie in Ketsch, Hockenheim, Altlußheim, Schwetzingen, Nußloch, Mühlhausen, Weinheim, Eberbach und Ilvesheim.

Malsch > In Malsch wurde der Umzug von über zwanzigtausend Zuschauerinnen und Zuschauern freudig begleitet. Allerdings kam es während des Umzugs zu einer kurzen Unterbrechung, da ein Motivwagen an einer Dachrinne hängen blieb und die Feuerwehr sicherheitshalber mögliche herunterstürzende Dachziegeln entfernen musste. Darüber hinaus kam es entlang der Umzugsstrecke zu einem Körperverletzungsdelikt. Während einer nachfolgenden Veranstaltung unterstütze die Polizei mehrfach den vor Ort eingesetzten Sicherheitsdienst des Veranstalters bei mehrere störenden Personen, wobei es zu keinen strafrechtlichen Handlungen kam.

Ketsch > In Ketsch genossen die mehr als zehntausend Feiernden den Umzug störungsfrei. Lediglich während der anschließenden „After-Train-Party“ kam es zu zwei gefährlichen Körperverletzungsdelikten.

Hockenheim > Beim 62. Hockenheimer Fastnachtszug nahmen circa zwanzigtausend friedliche Zuschauerinnen und Zuschauer teil. Im Verlauf des Nachmittags bzw. des frühen Abends kam es aufgrund des fortgeschrittenen Alkoholisierungsgrades einzelner Umzugsbesucher zu Ordnungsstörungen, bzw. sich anbahnenden Auseinandersetzungen, welchen durch frühzeitiges polizeiliches Einschreiten begegnet wurde.

Altlußheim > Der Rosenmontagsumzug in Altlußheim verlief analog zu den Umzügen in der Umgebung friedlich und mit ausgelassener Stimmung. Es kam lediglich zu einer Beleidigung und Widerstandshandlung zum Nachteil Polizeibeamter nach einem nicht befolgten Platzverweis und einem Körperverletzungsdelikt. Eine Feier von etwa 150 Minderjährigen wurde in einem Schulhof in Kooperation mit der Gemeinde aufgelöst.

Die Faschingsumzüge oder Veranstaltungen in Schwetzingen, Nußloch, Mühlhausen sowie Weinheim verliefen ohne nennenswerte Ereignisse.

Eberbach > In Eberbach verlief der eigentliche Umzug ohne besondere Vorkommnisse. Am Abend mündeten wechselseitige Beleidigungen in einer körperlichen Auseinandersetzung unter vier Frauen. Nach Eintreffen der Einsatzkräfte kam es zu einer Widerstandshandlung und Beleidigung.

Ilvesheim > In Ilvesheim erfreuten sich circa Zwanzigtausend friedlich an dem Umzug. Erst am Abend kam es gegen 20.30 Uhr während einer Veranstaltung in einem Vereinsheim zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Hierbei sind die Täter der Fangruppierung eines Fußballvereins zuzuordnen, die darüber hinaus noch mindestens ein Fahrzeug beschädigten. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause kann die Polizei zusammenfassend über das närrische Treiben seit dem „Schmutzigen Donnerstag“ in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis ein positives Einsatzfazit ziehen.

Die Fotogalerie:

Text: MR, Pol

Fotos: Schink / Presse Heidelberg

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