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Samstag, April 20, 2024
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Filmtipp – Rambo III aus heutiger Sicht: Historische Ironie und die Lehren aus Afghanistan für den Ukraine-Krieg

In den 1990er Jahren erlangte der Film einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als der brutalste Film, da er insgesamt 221 Gewalttaten und den Tod von 108 Menschen zeigte. Die Verleihung des Prädikats „wertvoll“ an Rambo 3 im Jahr 1988 durch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) löste eine Welle der Kritik an der Behörde aus.

Der Film „Rambo III“, produziert 1988, wirft bei einer heutigen Betrachtung angesichts der historischen Entwicklungen in Afghanistan eine interessante Perspektive auf. Der Dialog zwischen John Rambo und einem afghanischen Freiheitskämpfer nimmt dabei eine besondere Bedeutung an. Dieser Artikel beleuchtet die historische Ironie, die sich in der Rückblende auf diesen Film offenbart, und reflektiert über die Lehren, die aus den Ereignissen in Afghanistan gezogen werden können.

Offizieller „Rambo III“ Trailer Deutsch

Historische Ironie im Dialog:

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Im Film erklärt ein afghanischer Freiheitskämpfer, seinem gegenüber, John Rambo: „Das ist Afghanistan! Alexander der Große wollte dieses Land erobern, Dschingis Khan, die Briten und jetzt die Russen, aber wir lassen uns nicht erobern!“ Diese Worte, gesprochen vor über drei Jahrzehnten, nehmen aus heutiger Sicht eine tiefere Bedeutung an. Die Erwähnung der erfolglosen Eroberungsversuche durch verschiedene Mächte könnte als historische Vorahnung für die Schwierigkeiten interpretiert werden, die die USA selbst während ihres fast 20-jährigen Militäreinsatzes in Afghanistan erfahren sollten.

Die Betrachtung von „Rambo 3“ aus heutiger Sicht offenbart eine faszinierende historische Ironie und ermöglicht eine Reflexion über die Lehren aus der Geschichte. Der Dialog im Film, der einst als patriotischer Ausdruck der Unbezwingbarkeit Afghanistans galt, gewinnt eine neue Bedeutung angesichts der späteren Ereignisse. Der Blick auf die Geschichte fordert uns auf, die Komplexität von geopolitischen Konflikten zu verstehen und nachhaltige Ansätze für Frieden und Stabilität zu verfolgen.

Fruchtbare Ebenen umgeben von waldlosen Bergen in Badachschan

Afghanistan hat im Laufe seiner Geschichte verschiedene Besatzungsmächte erlebt. Einige der wichtigsten waren:

  1. Das britische Empire: Die Anglo-Afghanischen Kriege fanden im 19. Jahrhundert statt. Der Erste Anglo-Afghanische Krieg dauerte von 1839 bis 1842, während der Zweite Anglo-Afghanische Krieg von 1878 bis 1880 stattfand.
  2. Die Sowjetunion: Die sowjetische Intervention in Afghanistan begann am 27. Dezember 1979 und endete offiziell am 15. Februar 1989.
  3. Die Vereinigten Staaten: Die USA und ihre Verbündeten intervenierten in Afghanistan am 7. Oktober 2001 als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001. Die Intervention dauerte bis in die Gegenwart an, mit verschiedenen Phasen der Präsenz und des Rückzugs von Truppen. Die letzten US-Truppen hatten Afghanistan Ende August 2021 verlassen.

Aus deutscher Sicht:

„Nach beinahe 20 Jahren endete mit dem Abschluss der militärischen Evakuierungsoperation aus Kabul am 27. August 2021 die deutsche Friedensmission in Afghanistan – unter dramatischen Umständen. Aufgrund des Zusammenbruchs der afghanischen Regierung und Sicherheitskräfte sowie des hastigen Abzugs der USA mussten deutsche Staatsbürger*innen und bedrohte Ortskräfte in kürzester Zeit unter erschwerten Bedingungen evakuiert werden.“ schreibt die Bundestagsfraktion Bündnis90 / Die Grünen am 08.07.2022 und fordert einen Untersuchungsausschuss.

Die Rückkehr der Taliban und der Warlords in Afghanistan sorgt seither für Flüchtlingsströme vor allem in die EU und nach Deutschland. Die Zahl der in Deutschland lebenden afghanischen Staatsangehörigen hat sich seit 2021 um rund 113.000 auf knapp 385.000 Personen (Stand 31. März 2023) erhöht, teilte das Auswärtige Amt mit.

Gemäß dem Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren Ende 2021 insgesamt 89,3 Millionen Menschen auf der Flucht. Nie zuvor in der Geschichte war die Zahl derjenigen, die weltweit vor Kriegen, Konflikten, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen fliehen mussten, so hoch wie heute. Gemäß dem aktuellen Global Trends Report des UNHCR befanden sich Ende 2022 weltweit 108,4 Millionen Menschen auf der Flucht.

Rambo als Propagandafigur und das Narrativ der Unbesiegbarkeit:

Die Figur John Rambo, verkörpert von Sylvester Stallone, wurde zu einer Ikone in der Actionfilmwelt und diente als Träger eines starken Narrativs der Unbesiegbarkeit. In Filmen wie „Rambo 3“ wurde die Darstellung von Rambo als heldenhafter Kämpfer gegen vermeintlich übermächtige Feinde zu einem propagandistischen Element. Dieses Narrativ verstärkte die Vorstellung von „Wir sind die Guten“, wodurch alle anderen automatisch als „die Bösen“ betrachtet wurden. Dieses Schwarz-Weiß-Denken wurde nicht nur in den Rambo-Filmen, sondern auch in anderen Hollywood-Produktionen dieser Zeit häufig verwendet.

Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts / Trailer Deutsch / 1986

Im Vergleich dazu steht Stallones andere berühmte Rolle als Rocky Balboa in der „Rocky“-Filmreihe. In „Rocky 4“ wird das Narrativ von „der Gute gegen das Böse“ erneut aufgegriffen, diesmal im Boxring mit einem sowjetischen Gegner namens Ivan Drago. Der Begriff „Reich des Bösen“ wird verwendet, um die Spannungen zwischen den beiden Charakteren zu verstärken. Allerdings zeigt sich in diesem Film eine interessante Entwicklung im Vergleich zu Rambo: Obwohl der russische Boxer zunächst als feindlicher Rivale präsentiert wird, endet der Film mit einer Botschaft des Friedens und der Völkerverständigung. Rocky Balboa wird zur Symbolfigur für Versöhnung, und der Film setzt ein Zeichen für eine friedliche Annäherung zwischen den Nationen.

Insgesamt verdeutlicht die Gegenüberstellung von Rambo und Rocky die Vielschichtigkeit von Filmfiguren als Träger von politischen Narrativen. Während Rambo das Bild des unnachgiebigen Kriegers und „Guten“ gegen das „Böse“ projiziert, zeigt Rocky eine facettenreichere Seite und setzt auf Versöhnung und Frieden als positive Botschaften.

Historischer Hintergrund

Mit Übernahme der Amtsgeschäfte von Jimmy Carter durch Ronald Reagan am 20. Januar 1981 begann ein Umschwung in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Reagan setzte auf einen schärferen Kurs, was sich neben einer aggressiven Rhetorik (die UdSSR sei das „Reich des Bösen“) auch in der Unterstützung der antisandinistischen Contras in Nicaragua oder der US-Invasion in Grenada äußerte. Dieser neue Kurs zielte innenpolitisch auch auf die Befindlichkeiten der amerikanischen Bevölkerung.

So wurde am 25. Mai 1981 eine Erklärung des State Department veröffentlicht, in der es heißt: „In der amerikanischen Haltung hat sich ein Wandel vollzogen […] Wir haben das Vietnamtrauma hinter uns gelassen.“ – Dieser Versuch eines „Schlussstriches“ hat in der Auseinandersetzung mit dem Vietnamkonflikt Auswirkungen auf die Filme über Vietnam. Diese Auswirkungen lassen sich ab Anfang der 1980er Jahre in einer Reihe von sogenannten rescue movies erkennen, denen in der Hauptsache der tapfere Kampf mutiger Einzelkämpfer gegen einen übermächtigen Gegner zum ehrenwerten Zwecke der Befreiung von zurückgelassenen Kriegsgefangenen im Dschungel Vietnams Jahre nach Beendigung der Kämpfe gemeinsam ist.

Der Krieg soll durch tapfere Soldaten stellvertretend für eine gedemütigte Nation doch noch ein halbwegs gutes Ende nehmen. Neben dem technisch gut ausgestatteten Rambo gibt es eine Vielzahl von B und C-Movies in dieser Rubrik, z. B. die Reihe Missing in Action mit Chuck Norris.

Die historischen Tatsachen der tatsächlichen Gefechte sind in diesen Produktionen auffallend verdreht: Die Nordvietnamesen sind immer in der Überzahl und technisch überlegen. Sie haben aber gegen perfekt agierende Kämpfer, die auch die natürliche Umgebung mit in ihre Taktiken einbeziehen, keine Chance. Die Realität, in der die US-Truppen trotz ihrer technischen Überlegenheit im für sie fremden und feindlichen Dschungel Vietnams militärisch nicht siegen konnten und gedemütigt wurden, wird durch eine schlichte Umkehrung zu verarbeiten versucht. Die Schuld für die Niederlage wurde oft feigen, verweichlichten und unfähigen Politikern und Bürokraten gegeben, welche die tapfer kämpfende Truppe durch ihre undurchschaubaren und verwerflichen politischen Winkelzüge verraten haben.

Rambo, nahezu wie ein mystischer Kriegsgott; aber auch eine tragische Figur

Die Filmfigur John Rambo ist ein ehemaliger Green-Beret-Soldat der US-Armee, der während des Vietnamkrieges gedient hat. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wird er mit den psychischen und sozialen Herausforderungen der Wiedereingliederung in die Zivilgesellschaft konfrontiert, insbesondere aufgrund der mangelnden Anerkennung und Unterstützung von Kriegsveteranen. In den Filmen wird Rambo oft als traumatisierter Kriegsveteran dargestellt, der von der Gesellschaft entfremdet ist und Schwierigkeiten hat, sich anzupassen. Sein Charakter wird häufig in Konfliktsituationen gezeigt, in denen er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Überlebenskünstler und Soldat einsetzt, um sich selbst zu verteidigen oder anderen zu helfen. Die Rambo-Filmreihe, die mit „Rambo – First Blood“ (1982) begann, zeigt seinen Kampf gegen unterschiedliche Feinde, darunter korrupte Sheriffs, Drogenkartelle, sowjetische Soldaten in Afghanistan und birmanische Militärs. Die Filme zeichnen sich durch ihre intensiven Action-Szenen, ihre Darstellung von Gewalt und ihren Fokus auf die psychologischen Auswirkungen von Krieg und Trauma aus.

Insgesamt repräsentiert John Rambo den archetypischen einsamen Krieger, der gegen Unrecht kämpft und seine eigenen inneren Dämonen überwinden muss. Sein Charakter hat eine anhaltende kulturelle Bedeutung und wurde zu einem Symbol für den amerikanischen Actionhelden der 1980er Jahre. Der steht beispielhaft für das Konzept des One-Man-Army-Actionfilms.

Der erste Teil „Fist Blood“ – enthält noch eine deutliche Kritik an der politischen und gesellschaftlichen Situation in den USA im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg. Inbesondere bezüglich dem Umgang der Gesellschaft mit den Veteranen. Rambo ist ein traumatisierter Vietnamkriegsveteran, der auf der Suche nach seinem ehemaligen Kameraden nach Hope, einem kleinen Städtchen in den USA, kommt. Dort gerät er jedoch in Konflikt mit den örtlichen Behörden und wird ungerechtfertigt festgenommen und misshandelt. Dies löst bei Rambo traumatische Erinnerungen an seine Zeit im Krieg aus und führt zu einem Konflikt zwischen ihm und den Behörden, die ihn als gefährlichen Kriminellen betrachten.

Der Film porträtiert die Spannungen zwischen den Veteranen des Vietnamkriegs und der Gesellschaft, die sie oft als Außenseiter behandelt und nicht angemessen unterstützt. Rambo wird zum Symbol für die Misshandlung und Vernachlässigung von Kriegsveteranen und für den Kampf eines Einzelnen gegen ein bürokratisches und unverständliches System. „First Blood“ ist nicht nur ein Actionfilm, sondern auch eine kritische Betrachtung der Nachwirkungen des Vietnamkriegs auf die amerikanische Gesellschaft und ihrer Beziehung zu denjenigen, die im Krieg gedient haben.

Im zweiten Teil der Rambo-Filmreihe, Originaltitel „Rambo: First Blood Part II“, setzt die Geschichte von John Rambo fort. Der Film spielt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. John Rambo, der immer noch mit den Traumata aus dem Vietnamkrieg kämpft, verbüßt eine Haftstrafe im Strafgefangenlager und muss zur Strafarbeit in einen Steinbruch für die Vorfälle aus dem ersten Film. Er wird von seinem ehemaligen Kommandanten Colonel Sam Trautman, gespielt von Richard Crenna, kontaktiert, der ihm die Möglichkeit bietet, Begnadigung zu erhalten, wenn er eine geheime Mission im Vietnam durchführt.

Rambo wird nach Vietnam geschickt, um nach verbliebenen US-Kriegsgefangenen zu suchen und sie zu retten. Doch als er vor Ort ist, erkennt er schnell, dass die Situation komplizierter ist als erwartet. Er findet nicht nur US-Kriegsgefangene, sondern entdeckt auch, dass sie von vietnamesischen Soldaten gefangengehalten werden und nicht befreit werden sollen. Entschlossen, das Richtige zu tun und seine Kameraden zu retten, bricht Rambo die Regeln und kämpft gegen eine überwältigende feindliche Streitmacht. Der Film ist bekannt für seine spektakulären Action-Szenen, seine Betonung der Kameradschaft und Loyalität sowie seine kritische Auseinandersetzung mit der Politik und den Nachwirkungen des Vietnamkriegs. Rambo II ist ein Actionfilm, der die Abenteuer von John Rambo fortsetzt und ihn erneut in den Mittelpunkt eines gefährlichen und moralisch komplexen Konflikts stellt. Stallone ist im zweiten Teil deutlich muskulöser. Mit nacktem Oberkörper und mit seinen schwellenden langen Haaren kommen einem Assoziationen zu mythologischen Kriegsgöttern.

In Rambo III kämpfen die Amerikaner gemeinsam mit den Mudschahiddin gegen die Russen bzw. das sowjetische Militär. Den Besatzer Afghanistans zur damaligen Zeit.

Der Film beginnt damit, dass John Rambo in Thailand lebt, wo er ein zurückgezogenes Leben führt. Er wird von seinem ehemaligen Kommandanten Colonel Sam Trautman, gespielt von Richard Crenna, um Hilfe gebeten. Trautman informiert Rambo über eine geheime Mission in Afghanistan, um afghanische Mudschaheddin-Rebellen im Kampf gegen die sowjetische Besatzung zu unterstützen. Er lehnt diesen Auftrag jedoch zunächst ab. Er hatte sich in einem thailändischen Kloster niedergelassen und hilft bei Bauarbeiten an den Klosteranlagen. Nebenbei verdient er Geld durch das Bestreiten von Stockkämpfen im nahe gelegenen Bangkok. Das Geld gibt er den budistischen Mönchen. John J. Rambo hat scheinbar seinen Frieden mit sich und der Welt gefunden. Als Trautman dann ohne Rambo nach Afghanistan reist, wird mit seiner Einheit während einer nächtlichen Fahrt durch das Gebirge von sowjetischen Truppen überwältigt. Rambo erfährt von der Gefangennahme Trautmans, worauf er sich zu einer von der US-amerikanischen Regierung nicht offiziell legitimierten Rettungsaktion entschließt um seinen Freund und ehemaligen Ausbilder und Vorgesetzten zu retten. In Afghanistan sind die Mudschahiddin nur zögerlich bereit, Rambo bei seiner Rettungsaktion zu helfen.


In der realen Welt

Die Mudschaheddin waren afghanische Widerstandskämpfer, die während des sowjetischen Einmarschs in Afghanistan in den 1980er Jahren kämpften. Der Begriff „Mudschaheddin“ leitet sich vom arabischen Wort „mujāhid“ ab, was „Kämpfer“ oder „Krieger für den Glauben“ bedeutet. Die Mudschaheddin kämpften gegen die sowjetischen Truppen und die von ihnen unterstützte afghanische Regierung, um die Unabhängigkeit ihres Landes zu verteidigen. Sie erhielten Unterstützung von verschiedenen Ländern, darunter die USA, Pakistan und Saudi-Arabien. Nach dem Abzug der Sowjets und dem Zusammenbruch der pro-sowjetischen Regierung in den späten 1980er Jahren wurden die Mudschaheddin zu einer wichtigen politischen Kraft in Afghanistan, die später eine Rolle im Bürgerkrieg und in den nachfolgenden Konflikten des Landes spielte.

Die Entstehung der Taliban ist eng mit den Nachwirkungen des sowjetisch-afghanischen Krieges verbunden, in dem die Mudschaheddin eine entscheidende Rolle spielten. Nach dem Abzug der Sowjetunion im Jahr 1989 brach in Afghanistan ein Bürgerkrieg aus, da verschiedene Mudschaheddin-Gruppen um die Kontrolle des Landes kämpften. Dieser Bürgerkrieg führte zu Instabilität, wirtschaftlichem Niedergang und einem Machtvakuum, das von Warlords und rivalisierenden Gruppen ausgefüllt wurde. Die afghanische Bevölkerung litt unter der anhaltenden Unsicherheit und dem Chaos.

Inmitten dieses Umfelds entstanden die Taliban in den frühen 1990er Jahren. Die ursprünglichen Mitglieder der Taliban waren oft ehemalige Mudschaheddin, die sich gegen die Korruption, das Chaos und die Gewalt im Land wandten. Unter der Führung von Mullah Mohammed Omar begannen die Taliban, sich in Teilen Afghanistans zu organisieren und zu kämpfen, um Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen. Die Taliban gewannen schnell an Macht und Einfluss, da sie effektiv gegen die Warlords vorgingen und die Kontrolle über große Teile des Landes übernahmen. Ihr rigider Ansatz bei der Durchsetzung ihrer Vorstellung von islamischem Recht (Scharia) und ihrer Ablehnung moderner Errungenschaften führte jedoch zu internationaler Kritik und Isolation.

1996 eroberten die Taliban schließlich Kabul, die Hauptstadt Afghanistans, und etablierten ein streng islamisches Regime. Unter ihrer Herrschaft wurden Frauen stark unterdrückt, die öffentliche Ordnung wurde mit brutaler Härte durchgesetzt, und Afghanistan wurde zu einem sicheren Hafen für terroristische Gruppen wie Al-Qaida. Die Entstehung der Taliban und ihre Übernahme der Macht markieren eine wichtige Phase in der jüngeren Geschichte Afghanistans und hatten weitreichende Auswirkungen auf das Land und die internationale Gemeinschaft.


Filmkiritiken

„Auf jeden Fall erweist sich dieser Rambo-Film als ein Abenteuer- und Action-Film mit stark märchenhaften Zügen. Typisch ist dafür die Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse bei den Hauptakteuren, ihr ungeheurer, alles Menschenmögliche übersteigernder Einsatz, der kein Risiko für Leib und Leben fürchtet und zu fürchten braucht, auch die ungehemmte Verwendung restlos aller Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, die Gradlinigkeit und Eindimensionalität der Handlung wie der Charaktere, die farbenfreudige, sich steigernde und irgendwann auch überstürzende Vielfalt der Ereignisse. Fast alle diese Momente sind entsprechend den Erfordernissen der Gattung bemerkenswert gut in Szene gesetzt – sowohl durch das Drehbuch wie durch die Regie, besonders geschickt durch Kamera und Montage, gekonnt aber auch in der Pyrotechnik, den Massenszenen und der Arbeit der vielen Stuntmen, angemessen auch in der Auswahl und Führung der Darsteller.“ – Jurybegründung der FBW

„Blutiges Action-Kino, das mit törichter Propaganda im Stil des Kalten Krieges verärgert und beim Versuch, den Helden zur mythischen Figur zu stilisieren, in unfreiwillige Komik abgleitet.“

– Lexikon des internationalen Films zu Rambo III

Das Erscheinungsjahr von Rambo (Originaltitel: First Blood) oder Rambo I war 1982, es folgten „Rambo II – Der Auftrag“ 1985, Rambo III 1988 und im Jahr 2008 kam John Rambo (Originaltitel: Rambo) oder Rambo IV in die Kinos. Und 2019 folgte der bisher letzte Teil unter dem Titel Rambo: Last Blood (vormals Rambo V: Last Blood)

„Sylvester Stallone erneut als überlebensgroßer Einzelkämpfer. Mag das archaische Spektakel nun das Prädikat ‚wertvoll‘ verdienen oder eine fragwürdige Moral predigen, ultraperfektes Actionkino ist es allemal.“

– kino.de zu Rambo III


Lehren aus der Geschichte:

Der Rückzug der letzten US-Truppen aus Afghanistan im Jahr 2021 markierte das Ende eines langwierigen Militäreinsatzes, der nicht nur hohe Kosten mit sich brachte, sondern auch zu politischer Instabilität im Land führte. Die historische Ironie zeigt sich in der Tatsache, dass Afghanistan trotz der Bemühungen internationaler Streitkräfte wieder unter die Kontrolle der Taliban fiel. Dies wirft Fragen auf über die Tragfähigkeit von militärischen Interventionen, die Komplexität von Konfliktsituationen und die Notwendigkeit, nachhaltige politische Lösungen zu fördern. Auch und gerade, aber nicht nur, auf den Krieg in der Ukraine bezogen.

Zweiter Jahrestag des Ukraine-Kriegs – Der Russisch-Ukrainische Krieg (bis Februar 2022 hauptsächlich als Ukraine-Konflikt, allgemein als Ukraine-Krise, Ukraine-Krieg, Krieg gegen die Ukraine oder russisch-ukrainischer Konflikt bezeichnet) jähre sich zum zweiten mal vor wenigen Tagen. Von Verhandlungen ist nur wenig die Rede, hingegen fordern Politiker aktuell Waffen und mehr Kriegseinsatz.

In wenigen Tagen: 25. Jahrestag des Kosovokrieg – Am 24. März 1999 begannen 19 NATO-Mitgliedsstaaten mit 200 Flugzeugen, militärische und zivile Ziele in der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien zu bombardieren. Die Bombardierung Jugoslawiens war die erste NATO-Operation ohne UN-Mandat. Völkerrechtler sind er Auffassung das die NATO und damit auch die Bundeswehr völkerrechtswidrig einen Angriffskrieg durchgeführt haben. Was auch Altkanzer Schröder öffentlich äußerte.

Der Kosovokrieg, auch bekannt als Kosovo-Konflikt, war ein bewaffneter Konflikt im Rahmen der Jugoslawienkriege um die Kontrolle des Kosovo. Einer serbischen Provinz. Er dauerte vom 28. Februar 1998 bis zum 10. Juni 1999. Die Konfliktparteien waren die sog. Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK), die Armee Jugoslawiens und serbische Ordnungskräfte. Ab 1999 waren auch die NATO-Streitkräfte unter der Führung der Vereinigten Staaten (USA) involviert. Der NATO-Einsatz begann am 24. März 1999 mit dem ersten Luftangriff und endete am 9. Juni 1999 mit der Einigung bei den Militärverhandlungen.

Die Lehre aus der Geschichte kann nur Frieden schaffen ohne Waffen sein.

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„Der Einsatz veränderte Jeds leben, als er mit 22 Jahren in eine Sprengfalle der Taliban geriet. Trotzdem ist er überzeugt: es hat sich gelohnt – obwohl in Afghanistan jetzt die Taliban das Sagen haben. Denn die Army habe versucht, die Welt ein bisschen besser zu machen. Was einst als Reaktion auf die Anschläge am 11. September 2001 begann, entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer der größten Militärinterventionen der Welt. In den Reihen der US-Army gibt es mittlerweile allerdings auch viele, die den Afghanistan-Einsatz bereuen.“ – ZDF Dokumantation

Quellen und weiterführende Informationen:

Wikipedia: Rambo II – Der Auftrag

Bundestagsfraktion Bündnis90 / Die Grünen: Dramatische Evakuierung nach 20 Jahren in Afghanistan

Deutscher Bundestag Kurzmeldung: 385.000 afghanische Staatsangehörige in Deutschland

UNO: Afghanistan Flüchtlinge: Die Vertriebenen sind in großer Not

UNO: Zahlen & Fakten zu Menschen auf der Flucht

Destatis: 89,3 Millionen Vertriebene weltweit

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