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Die deutsche Landwirtschaft – 100 Jahre Landwirtschaft im Südwesten

Lassen Sie uns einen Blick in die Vergangenheit werfen. Schauen Sie sich folgendes Video an:

Sendung vom Do., 13.5.2021 15:00 Uhr, Doku & Reportage, SWR Fernsehen

100 Jahre Landwirtschaft im Südwesten – Wie die Technik aufs Land kam | SWR Doku

Dieser Film präsentiert bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen, beeindruckende Bilder und fesselnde Zeitzeugenberichte, um zu erzählen, wie Technik und Technologie auf dem Land Einzug hielt und die Landwirtschaft veränderte. Der Autor Manfred Ladwig reiste durch die Nordpfalz, das Saarland, an der Ahr, am Kaiserstuhl und im Hohenlohischem, um Geschichten zu sammeln. Die SWR-Doku zeigt auch Aufnahmen der Landwirtschaftsausstellung in Mannheim – dem Maimarkt.

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„100 Jahre Landwirtschaft im Südwesten“, erzählt die Geschichte eines spürbaren Wandels.

Der Wandel setzt sich fort, wenn auch nicht immer wie ursprünglich erwartet. Ein Großvater sagte einst zu seinem Enkel, als der erste Mähdrescher durch das Dorf fuhr: „Das ist erst der Anfang der Technik. Bei der nächsten Generation kommen fertige Brote hinten raus.“

Ganz so wie Opa prophezeite, kam es dann doch nicht, wie wir heute wissen. Doch ganz falsch lag er auch nicht, wenn wir uns anschauen, was für einen technologischen Wandel es in den letzten rund 100 Jahren gab.

Der Anteil an Automation in der industriellen Produktion und Fertigung hat heute ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Vollautomatische Fertigungsstraßen, wo einst Menschen manuelle Tätigkeiten durchführten. Das Fließband, mit dem Henry Ford zu Großvaters Zeiten die industrielle Produktion von Automobilen ermöglichte, war erst der Anfang.

Beachtliche Ingenieurskunst fand in allen Lebens- und Arbeitsbereichen der Menschen Einzug und Anwendung. Die industrielle Revolution war die Phase des Durchbruchs der Industrialisierung in Deutschland, deren Beginn auf die Zeit zwischen 1815 auf 1835 datiert wird. Die Jahrzehnte zwischen den 1830er-Jahren und 1873 gelten als Phase des industriellen „take off“. Der industriellen Revolution folgte die Phase der Hochindustrialisierung während des Kaiserreichs.

Gesellschaftlicher Wandel – Während der Jahrzehnte der industriellen Revolution vollzog sich nicht nur eine tiefgreifende Veränderung in der Wirtschaft, sondern auch in der Gesellschaft. Ähnlich wie im wirtschaftlichen Bereich, wo moderne Industrien neben älteren Gewerbeformen existierten, vermischten sich auch traditionelle und zeitgenössische Lebensweisen, soziale Gruppen und gesellschaftliche Herausforderungen.

Heute spricht man von „industrieller Lebensmittelproduktion“. Und man spricht von „Verbrauchern“ und „Konsumenten“ welche im Fokus der „Ernährungsindustrie“ stehen. Und heute steht die Landwirtschaft und die Gesellschaft wieder vor Herausforderungen die es zu meistern gilt.

Landwirtschaft im Kraichgau

Aus deutschen Landen

Der Ausdruck „Aus deutschen Landen“ wird häufig verwendet, um auf Produkte oder Dinge hinzuweisen, die aus Deutschland stammen. Es ist eine traditionelle Formulierung, die darauf hinweist, dass etwas aus dem deutschen Gebiet oder Land stammt. Oft wird der Ausdruck im Zusammenhang mit regionalen Produkten, Spezialitäten oder traditionellen Waren verwendet.

Deutschland ist einer der führenden Agrarproduzenten in der Europäischen Union und weltweit. Einige Agrarprodukte aus Deutschland stehen jedoch in einem harten Wettbewerb, sowohl innerhalb der EU als auch auf dem globalen Markt. Hier sind einige Beispiele:

  1. Getreide: Deutschland ist einer der größten Getreideproduzenten in der EU. Produkte wie Weizen und Gerste stehen im Wettbewerb mit anderen EU-Ländern wie Frankreich und Polen. Auf dem globalen Markt konkurriert Deutschland mit Ländern wie den USA, Russland und Kanada.
  2. Milchprodukte: Die Milchwirtschaft ist in Deutschland stark vertreten. Deutsche Milchprodukte, insbesondere Käse und Milchpulver, konkurrieren mit denen aus Frankreich, den Niederlanden und anderen EU-Ländern. Auf dem Weltmarkt stehen deutsche Milchprodukte im Wettbewerb mit Erzeugnissen aus den USA, Neuseeland und Australien.
  3. Fleisch: Die deutsche Fleischindustrie konkurriert mit anderen EU-Ländern wie Spanien, Frankreich und den Niederlanden. Auf dem globalen Markt stehen deutsche Fleischprodukte im Wettbewerb mit denen aus den USA, Brasilien und Australien.
  4. Obst und Gemüse: Deutsche Produkte wie Äpfel, Kirschen, Karotten und Zwiebeln stehen in Konkurrenz mit Obst und Gemüse aus anderen EU-Ländern wie den Niederlanden, Spanien und Polen. Auf dem globalen Markt sind Produkte aus Deutschland in Konkurrenz zu Erzeugnissen aus Ländern mit günstigeren Produktionsbedingungen.
  5. Wein: Deutschland ist für seine qualitativ hochwertigen Weine bekannt, aber sie konkurrieren auf dem globalen Markt mit Weinen aus traditionellen Weinbauländern wie Frankreich, Italien und Spanien.

Fünf weitere Agrarprodukte aus Deutschland, die im Wettbewerb stehen:

  1. Rapsöl und Sonnenblumenöl: Deutschland ist ein bedeutender Produzent von Rapsöl und Sonnenblumenöl. Diese Pflanzenöle werden in der Lebensmittelindustrie sowie für die Biodieselproduktion verwendet. Im Wettbewerb stehen deutsche Öle mit Produkten aus anderen EU-Ländern und globalen Produzenten wie Kanada, Russland und der Ukraine.
  2. Zucker: Die deutsche Zuckerindustrie konkurriert auf dem EU-Markt mit anderen Zuckerrüben produzierenden Ländern wie Frankreich und Polen. Zudem steht sie weltweit im Wettbewerb mit großen Zuckerproduzenten wie Brasilien, Indien und Thailand.
  3. Kartoffeln und Kartoffelprodukte: Deutschland ist ein wichtiger Produzent von Kartoffeln und verarbeiteten Kartoffelprodukten wie Pommes frites und Kartoffelchips. Diese stehen im Wettbewerb mit Produkten aus anderen EU-Ländern sowie mit globalen Anbietern wie den USA und Kanada.
  4. Geflügelfleisch: Die deutsche Geflügelindustrie konkurriert mit anderen EU-Ländern wie Frankreich, den Niederlanden und Polen. Zudem stehen deutsche Geflügelprodukte im globalen Wettbewerb mit Importen aus Ländern wie Brasilien, den USA und Thailand.
  5. Hopfen und Malz für die Bierproduktion: Deutschland ist bekannt für sein Bier, und Hopfen sowie Malz sind wichtige Agrarprodukte dafür. Diese stehen im Wettbewerb mit anderen Bier produzierenden Ländern innerhalb der EU, aber auch mit globalen Produzenten, insbesondere in den USA.

Der Wettbewerb in der Landwirtschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Qualität, Preis, Nachhaltigkeit, Produktionsmethoden und Marktnachfrage.

Die deutsche Landwirtschaft bemüht sich, ihre Position auf dem globalen Agrarmarkt zu stärken und die Herausforderungen durch Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung anzugehen. Jedoch scheitert sie oftmals an politischen Hürden aus Brüssel.

Politik, Handel und Konsumenten in der (Mit)-Verantwortung

An der Ladentheke hört die Moral auf. – Erzeuger stehen dem Preisdruck des Handels gegenüber und dem Konsumverhalten der Verbraucher. „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ hat Bertolt Brecht einst geschrieben.

„In den letzten Jahren ist der deutsche Markt für die europäischen Partnerländer und auch für die Drittländer immer attraktiver geworden. Sie alle forcieren ihre Absatzbemühungen um den kaufkräftigen deutschen Konsumenten. Für die deutschen Verbraucher ist es sicherlich erfreulich, die positiven Auswirkungen dieses Wettbewerbsdrucks festzustellen: Noch nie in der Geschichte unseres Landes hatten die Verbraucher eine so große Auswahl an Nahrungsmitteln; vielfach sind die Angebote schon fast nicht mehr zu überschauen…“ – Dieser Satz stammt aus einer Broschüre der CMA aus dem Jahr 1985 – und ist überraschend aktuell!

Weizen aus der Ukraine, mit Pestiziden verunreinigt, die in Deutschland schon seit Jahrzehnten verboten sind. Eier aus osteuropäischer Geflügelhaltung landen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die EU führt Knoblauch hauptsächlich aus China und Argentinien ein. Die Liste an Obst und Gemüse die Importiert werden ließe sich ewig fortsetzen. So vieles wächst auch in heimischen Gefilden.

„Im Jahr 2022 kamen die meisten importierten Äpfel in Deutschland aus Italien, Polen und den Niederlanden: Deutschland importierte rund 178.000 Tonnen Äpfel aus Italien, 57.000 Tonnen aus Polen und 56.000 Tonnen aus den Niederlanden.“ lt. Statistika. Und man stelle sich mal vor; im Jahr 2021 wurden aus China rund 1 Million Tonnen Äpfel ins Ausland exportiert.

Baden-Württemberg, einschließlich der Region Kraichgau, ist für seine vielfältige Landwirtschaft bekannt. Hier sind zehn weitere Agrarprodukte, die in dieser Region angebaut oder produziert werden können:

  1. Spargel: Der Kraichgau ist bekannt für den Anbau von Spargel, insbesondere im Frühjahr. Die Region hat sandige Böden, die für den Spargelanbau besonders geeignet sind.
  2. Zwetschgen und Pflaumen: Baden-Württemberg, einschließlich des Kraichgaus, ist für den Anbau von Zwetschgen und Pflaumen bekannt. Diese Früchte werden oft zu leckeren Produkten wie Zwetschgenkuchen, Pflaumenmus oder Zwetschgenwasser verarbeitet.
  3. Kürbisse: Der Anbau von Kürbissen, sowohl für den menschlichen Verzehr als auch für dekorative Zwecke, ist in der Region Kraichgau verbreitet. Verschiedene Kürbissorten werden angebaut, darunter Hokkaido, Butternut und Muskatkürbis.
  4. Waldpilze: Die Wälder in Baden-Württemberg, einschließlich des Kraichgaus, bieten eine Vielzahl von Waldpilzen, wie Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen.
  5. Apfelsorten: Die Region ist für den Anbau verschiedener Apfelsorten bekannt, darunter regionale Sorten wie „Schöner von Boskoop“ oder „Kaiser Wilhelm“.
  6. Getreide (Weizen, Gerste): Getreidepflanzen wie Weizen und Gerste werden in Baden-Württemberg, auch im Kraichgau, angebaut und dienen als Grundlage für Brot, Müsli und andere Getreideprodukte.
  7. Rapsöl: Raps wird in der Region für die Produktion von Rapsöl angebaut, das sowohl in der Küche als auch für die Biodieselproduktion verwendet wird.
  8. Hopfen: Einige Regionen in Baden-Württemberg, besonders im Bereich der Bierproduktion, bauen Hopfen an, der für die Bierherstellung verwendet wird.
  9. Kartoffeln: Kartoffeln sind eine wichtige Feldfrucht in Baden-Württemberg und werden in verschiedenen Sorten angebaut.
  10. Honig: Im Kraichgau und anderen Teilen Baden-Württembergs gibt es Imker, die hochwertigen Honig produzieren. Die Vielfalt der Blüten und Pflanzen in der Region spiegelt sich in den verschiedenen Honigsorten wider.

Diese Liste verdeutlicht die Vielfalt der Agrarproduktion in Baden-Württemberg, insbesondere im Kraichgau, und zeigt, dass die Region eine breite Palette von frischen, regionalen Produkten hervorbringt.

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