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Samstag, April 20, 2024
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Filmtipp und Blick hinter die Kulissen des globalen Waffenhandels: Lord of War – Händler des Todes

„Weltweit sind über 550 Millionen Schusswaffen im Umlauf. Das heißt, auf diesem Planeten, hat jeder zwölfte Mensch eine Waffe. Damit stellt sich nur eine Frage: Wie bewaffnet man die anderen elf?“ sagt der international tätige Waffenhändler Yuri Orlov.

In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse oft verschwimmen, wirft der Film „Lord of War – Händler des Todes“ ein grelles Licht auf eine der düstersten Realitäten unserer Zeit: den internationalen Waffenhandel. Dieser kontroverse Film, unter der Regie von Andrew Niccol und 2005 veröffentlicht, zeichnet ein unerbittliches Porträt eines skrupellosen Waffenhändlers, der sein Vermögen auf Kosten von Leben und Leiden anderer Menschen macht.

Der Protagonist des Films, Yuri Orlov, gespielt von Nicolas Cage, ist eine fiktive Darstellung eines Waffenhändlers, der skrupellos alle moralischen Grenzen überschreitet, um Profit zu machen. Von den Straßen New Yorks bis zu den Schlachtfeldern Afrikas und des Nahen Ostens reicht sein Einfluss, während er Waffen an die höchstbietenden Kriegsherren und Diktatoren verkauft.

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Der Film bietet einen verstörenden Einblick in die Abgründe des internationalen Waffenhandels, indem er die moralische Verworfenheit und Gier, die hinter den Kulissen herrschen, gnadenlos aufdeckt. Yuri Orlovs Geschäftsethik, oder besser gesagt sein Mangel an Ethik, zeigt sich in seiner Bereitschaft, Waffen an jede Gruppierung zu verkaufen, die bereit ist zu zahlen, unabhängig von den Konsequenzen für die Zivilbevölkerung.

Besonders bedrückend ist die Tatsache, dass „Lord of War“ auf wahren Geschichten und Ereignissen basiert, die die düstere Realität des Waffenhandels widerspiegeln. Der Film verweist auf die Rolle von Ländern des Westens, die durch den Verkauf von Waffen an instabile Regionen und Regierungen zu Komplizen in einem teuflischen Handel werden, der Tod und Zerstörung auf der ganzen Welt bringt.

Neben der packenden Handlung und den beeindruckenden schauspielerischen Leistungen bietet „Lord of War“ auch eine kritische Reflexion über die moralischen und ethischen Fragen, die mit dem Waffenhandel verbunden sind. Der Film stellt die Zuschauer vor die drängende Frage nach der Verantwortung der Weltgemeinschaft und der Notwendigkeit, den globalen Waffenhandel stärker zu regulieren.

In einer Zeit, in der der internationale Waffenhandel weiterhin ein profitables Geschäft für einige wenige skrupellose Individuen und Regierungen bleibt, bleibt „Lord of War – Händler des Todes“ ein eindringliches Plädoyer für eine Welt ohne Waffenhandel und für Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen.

Im Verlauf des Films legt der Hauptcharakter vier unumstößliche Regeln fest:

  1. Lass dich niemals von deiner eigenen Ware anschießen.
  2. Habe immer einen todsicheren Plan, um bezahlt zu werden.
  3. Nimm niemals selbst eine Waffe in die Hand und schließe dich deinen Kunden an.
  4. Ziehe niemals in den Krieg, besonders nicht mit dir selbst.

Der Film „Lord of War – Händler des Todes“ basiert zwar auf fiktiven Charakteren und Handlungen, doch er zieht seine Inspiration aus realen Ereignissen und Phänomenen des internationalen Waffenhandels. Hier sind einige reale Bezüge, die im Film deutlich werden:

  1. Der internationale Waffenhandel: Der Film beleuchtet die Tatsache, dass der Handel mit Waffen ein sehr profitables und lukratives Geschäft ist, das auf der ganzen Welt betrieben wird. Die Darstellung von Yuri Orlov als erfolgreicher und skrupelloser Waffenhändler spiegelt die Existenz solcher Figuren in der realen Welt wider.
  2. Der Einfluss der großen Waffenproduzenten: Im Film wird gezeigt, wie Yuri Orlov Waffen von großen Herstellern und Regierungen erwirbt, um sie dann an Konfliktparteien und Diktatoren zu verkaufen. Dies spiegelt den Einfluss der großen Waffenproduzenten und ihrer Lobbyarbeit auf den internationalen Waffenhandel wider.
  3. Die Rolle der Regierungen: „Lord of War“ verdeutlicht die Rolle, die Regierungen bei der Regulierung des Waffenhandels spielen sollten, aber auch wie einige Regierungen den Handel unterstützen oder zumindest tolerieren, solange es ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen dient.
  4. Die Auswirkungen des Waffenhandels auf Konflikte und Menschenrechte: Der Film zeigt die verheerenden Auswirkungen des Waffenhandels auf Konflikte und Menschenrechte. Die Waffen, die von Orlov verkauft werden, tragen zur Eskalation von Gewalt, Unterdrückung und Leid bei, ähnlich wie es in realen Konflikten geschieht, in denen Waffen aus dem internationalen Handel verwendet werden.
  5. Die ethischen und moralischen Dilemmata des Waffenhandels: „Lord of War“ stellt wichtige ethische Fragen über den Handel mit tödlichen Waffen und die Verantwortung derjenigen, die daran beteiligt sind. Es zwingt die Zuschauer, über Themen wie Gier, Moral und die Rolle des Einzelnen in einer Welt des globalen Waffenhandels nachzudenken.

Insgesamt reflektiert der Film „Lord of War“ viele Aspekte und Realitäten des internationalen Waffenhandels, die in der realen Welt existieren und nach wie vor kontrovers diskutiert werden.

Diese Zitate aus dem Film „Lord of War – Händler des Todes“ zeigen deutlich die düstere Realität des internationalen Waffenhandels und nehmen Bezug auf reale Aspekte dieser Branche:

  1. „Nur mit Krieg kann man richtig Kohle machen.“: Dieser Satz unterstreicht die Tatsache, dass der Waffenhandel stark von Konflikten und Kriegen profitiert. In der realen Welt ist bekannt, dass Waffenhändler von Konflikten und instabilen Regionen profitieren, da die Nachfrage nach Waffen in solchen Situationen steigt.
  2. „Wie viele Autohändler reden denn über ihre Arbeit? – Ihre Produkte töten mehr Menschen im Jahr als meine. Meine haben wenigstens eine Sicherung: Dieser Ausspruch verdeutlicht, wie tabuisiert der Waffenhandel im Vergleich zu anderen Branchen ist. Während über viele legale Geschäfte offen gesprochen wird, wird der Waffenhandel oft hinter verschlossenen Türen und im Verborgenen abgewickelt. Dieses Zitat spielt auf die Tatsache an, dass Waffen eine direkte Rolle bei der Tötung und Verletzung von Menschen spielen, im Gegensatz zu anderen Produkten. Es unterstreicht die ethischen und moralischen Fragen, die mit dem Waffenhandel verbunden sind, und die Verantwortung derjenigen, die daran beteiligt sind. Dieser Satz spielt auf die vermeintliche Ironie an, dass Waffen, die dazu bestimmt sind, Menschen zu töten, oft mehr Sicherheitsvorkehrungen haben als andere Produkte. Es wirft Fragen nach der Verantwortung der Waffenhersteller und -händler auf, Sicherheitsstandards einzuhalten und den Missbrauch ihrer Produkte zu verhindern.

Diese Zitate aus „Lord of War“ illustrieren eindringlich die moralischen, ethischen und realen Dilemmata, die mit dem internationalen Waffenhandel verbunden sind.

Am Filmende ist zu lesen, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Russland und China (die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen) die fünf größten Waffenexporteure seien. Das ist nicht ganz korrekt: Im Erscheinungsjahr 2005 waren nach den USA, Russland, (das nicht genannte) Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien die fünf größten Waffenexporteure, China hatte zu diesem Zeitpunkt erst Platz 11 (laut dem Ranking des „Stockholm International Peace Research Institute“ (SIPRI))

Die Stuttgarter Nachrichten schreiben:

„Lord of War – Der Händler des Todes“ war 2005 zwar kein großer Kinohit, gilt im Rückblick aber als einer der besten Filme von Nicolas Cage in den letzten 20 Jahren. Inspiriert ist die Figur des Yuri Orlov übrigens von Wiktor Anatoljewitsch But (56). Der russische Waffenhändler wurde Ende 2022 im Rahmen eines Gefangenenaustausches gegen die in Russland inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner (32) aus amerikanischer Haft entlassen.

Quellen und weiterführende Informationen:

Erhältlich bei Amazon: Lord of War – Händler des Todes [Blu-ray]

Wikipedia: Lord of War – Händler des Todes

Handelsblatt: Das sind die größten Rüstungskonzerne der Welt 2022

SZ: Waffenhändler Viktor Bout gefasst – Der Händler des Todes

StN: Nicolas Cage kehrt als Waffenhändler zurück

Kino.de: Nicolas Cage setzt einen seiner besten Filme nach 18 Jahren überraschend fort

Cinema.de: Lord of War – Händler des Todes (2005) – Film | cinema.de

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