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Donnerstag, Februar 9, 2023
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Billige Lebensmittel aus Fernost – kritische Betrachtung angebracht

SWR Dokumentation zum Thema Lebensmittel aus Fernost am Beispiel China. Der SWR ging der Frage nach, wie China, die riesige Produktionsmaschinerie für billige Lebensmittel, arbeitet.

Was viele nicht wissen: Italien ist der größte Importeur von Tomatenmark aus China!

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„Bei Produkten wie Tomatenmark und Apfelsaftkonzentrat sind Chinesen marktführend – ohne ein Hinweis auf die Herkunft. Im Gegenteil: nicht selten landen etwa chinesische Tomaten als Tomatenmark „Made in Italy“ in den Kochtöpfen.“ so der SWR.

Diese Doku wurde am 12.06.2019 zum ersten Mal in SWR betrifft ausgestrahlt unter dem Titel: China in Dosen. Billige Lebensmittel aus Fernost. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.

Ob Apfelsaft und Apfelmus, ob Pilze in der Konservendose oder dem Konservenglas – in Deutschland sind mehr Lebensmittel mit Obst und Gemüse im Handel, die aus China stammen, als die meisten Konsumenten denken.

„Nach Lebensmittelskandalen und massiven Umweltproblemen, die in China selbst für große Aufregung sorgten, ist die Skepsis auch hierzulande groß. Organisationen wie Foodwatch und Verbraucherzentralen klagen über mangelnde Transparenz und fordern, die Herkunft von verarbeiteten Lebensmitteln verbindlich offenzulegen. Auch bei den Kontrollen sehen sie Verbesserungsbedarf. Bislang müssen nur tierische Nahrungsmittel an der EU-Außengrenze gezeigt werden, verarbeitete pflanzliche Lebensmittel aber nicht.“ so der SWR.

Sind die Befürchtungen berechtigt? „betrifft“-Autor Christian Jentzsch begibt sich auf Spurensuche und blickt hinter die Kulissen der Branche. Wie arbeitet die riesige Produktionsmaschinerie für billige Lebensmittel im Reich der Mitte?

Der SWR kann auch investigativen Journalismus. Die Dokumentation zeigt auf, dass „Das Land der Mitte“ nicht nur Lieferant für billige Kleidung, Sportschuhe und Smartphones, sondern auch für deutsche Lebensmitteldiscounter ist.

Ob Gemüse und Früchte in Gläsern und Tiefkühlmischungen, Pilze in Dosen oder Schweinedärme für deutsche Würste: Sie kommen immer häufiger aus Fernost.

Es gibt Klagen von Umweltschützern über vergiftete Gewässer und Agrarflächen, welche die Bauern nur schwer in den Griff bekommen. Jüngst führten EU-Behörden Kontrollen in der chinesischen Lebensmittelindustrie durch, die Ergebnisse waren jedoch unbefriedigend, da zahlreiche Mängel entdeckt wurden.

In der SWR-Doku zeigt sich am Beispiel der Pilze, dass Lebensmittelkontrollen kaum möglich sind. Sie stoßen an ihre Grenzen, die Lieferketten in China sind einfach zu kleinteilig.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht wurde dokumentiert. Neben Einblicke in sog. Vorzeigebetrieb konnte das Kamerateam sich auch Einblicke in ein „traditionelles Pilzhaus“ verschaffen.

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