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Sonntag, Mai 19, 2024
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Bahnübergang: Dieser Fehler kostet viele Autofahrer das Leben

Todesopfer an Bahnübergängen: Die Zahl der Verkehrstoten erreichte einen neuen langjährigen Höchststand. Wie kommt das? Und was sollten Autofahrer unbedingt beachten?

Im Jahr 2022 sind in Deutschland 42 Menschen an Bahnübergängen ums Leben gekommen – so viele wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Die Daten teilte die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) dem NDR mit. Wie kommt es zu diesen Tragödien? Und wie lassen sie sich verhindern?

Wie kommt es zu den Unfällen?

Laut der Statistik der Bahn sind mehr als 97 Prozent der Unfälle an Bahnübergängen auf das ugFehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zurückzuführen. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich aufgrund von Missachtung von Blinklichtern und Lichtzeichen oder durch das Umfahren von Halbschranken. Es wird geschätzt, dass mehr als ein Drittel aller Unfälle durch das Umfahren von Halbschranken verursacht wird. Lokführer haben keine Chance, rechtzeitig ihre Maschine anzuhalten: Ein 1.000 Tonnen schwerer Personenzug hat bei Tempo 100 einen Bremsweg von etwa einem Kilometer. Dies macht ein rechtzeitiges Anhalten nahezu unmöglich.

Was müssen Autofahrer tun?

Damit es zu keinen schweren Unfällen an Bahnübergängen kommen kann, ist es ganz besonders wichtig die Verkehrsregeln einzuhalten. Besonders an Bahnübergängen müssen die Verkehrsregeln dringend eingehalten werden. Die Bahn betont:

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„Es ist lebenswichtig, an geschlossenen Schranken und leuchtendem Lichtzeichen beziehungsweise blinkendem Rotlicht unbedingt zu halten und am Andreaskreuz aufmerksam zu sein“

Sind Bahnübergänge ausreichend gesichert?

Experten von Verkehrswissenschaftlern und Bahningenieure kennen aber noch eine andere Ursache für die hohen Todeszahle. Aus ihrer Sicht sind viele Bahnübergänge nicht ausreichend gesichert. An manchen Übergängen bedarf es an mehr Lichter und Schranken. So könnten viele Unfälle verhindern werden, argumentieren sie. Das aber ist teuer: Einen Bahnübergang zu modernisieren, kostet einen Millionenbetrag. Und Verhandlungen mit dem Streckenbetreiber DB Netz ziehen sich mitunter über viele Jahre hin.

Zug erfasste Fahrzeug in Mauer bei Heidelberg

Am 27. Oktober vergangenen Jahres kam es in Mauer bei Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis) zu einem schweren Unfall am Bahnübergang, bei dem ein Zug mit einem Fahrzeug kollidierte. Der Fahrer konnte glücklicherweise rechtzeitig das Fahrzeug verlassen. Enden hätte dies aber jedoch ganz anders. Sein Fahrzeug wurde stark beschädigt und war ein völlig zerstörtes Wrack. Nach Angaben der Polizei, gab der Fahrer an, er hätte aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse die Schienen übersehen und sich anschließend darin festgefahren. Trotz dessen, dass der Fahrzeugführer die Bahn als auch die Polizei telefonisch über die Irrfahrt informierte, konnte eine Kollision nicht verhindert werden. Warum war der Bahnübergang für den Autofahrer nicht ersichtlich gewesen? Menschliches Versagen oder mangelnde Kennzeichnung und Beschilderung? Dies wurde bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht ermittelt.

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